Zum Hauptinhalt springen

Die Pfistermänner gibts jetzt auch auf DVD

Pfistermen’s Friends, die Streetband aus dem Oberland, haben eine DVD veröffentlicht. Und bereits die nächsten Ziele vor Augen.

Grosse Party im Kunsthaus Interlaken: Am 30. April 2016 nahmen die Pfistermen’s Friends ihre DVD auf.
Grosse Party im Kunsthaus Interlaken: Am 30. April 2016 nahmen die Pfistermen’s Friends ihre DVD auf.
zvg

Es war ein denkwürdiger Abend für die Pfistermen’s Friends und ihre Fans, aber auch für die ­Organisatoren der Chamäleon-Session. So nennt sich die Konzertreihe, die im Kunsthaus Interlaken immer wieder andere Stilrichtungen präsentiert. Eben an jenem 30. April 2016 lautete das Motto «Streetsounds». Und der Laden bebte, es wurde getanzt und gefeiert, wie es das Kunsthaus wohl noch nie zuvor erlebt hatte.

Mit Grund: Die Pfistermen’s Friends hatten für diesen einen Auftritt gehörig die Werbetrommel gerührt. An jenem Konzert liess die Band Ton- und Filmaufnahmen machen – für ein Werk, das nun erschienen ist: Was vom Format her auf den ersten Blick aussieht wie eine CD, ist eine Live-DVD – und derzeit der ganze Stolz der Pfistermen’s Friends.

«Mit der Qualität sind wir wirklich sehr glücklich», sagt der Niederrieder Jürg Pfister, der mit Namen und Antlitz das Aushängeschild der Truppe ist. «Wir haben damals einen guten Abend eingezogen.» Klar, das eine oder andere Fehlerchen sei zu hören, aber das gehöre bei Liveproduktionen halt dazu.

Der Tubist ist nicht der einzige Oberländer in der Gruppe. Auch der Oberrieder Matthias Bernhard am Euphonium, sein Bruder Stefan an der Trompete und der Ringgenberger Posaunist Sam Spörri gehören dazu. Die beiden Letztgenannten sind Profimusiker, wie die meisten anderen Mitglieder auch.

Covers und eigene Stücke

Tatsächlich lässt sich die ­Konzertaufnahme nicht nur hören, sondern auch sehen: eine grosse Party mit erstklassigem Street-Sound, also Blasmusik im Pop-Rock-Kostüm quasi. Covers von berndeutschen Klassikern wie «W. Nuss vo Bümpliz» von Patent Ochsner, «Louenesee» von Span oder «Teddybär» und «Stets in Truure» von Rumpelstilz sind darauf enthalten, aber auch Originaltitel, arrangiert oder komponiert von den Bernhard-Brüdern, von Sam Spörri oder vom zweiten Posaunisten Jonas Beck. 15 Titel sind es insgesamt.

Bald auf dem Gurten?

400 Exemplare der DVD liessen die Pfistermen’s Friends pressen. Die Kosten für die Produktion im vierstelligen Frankenbereich übernehmen sie selbst. Der Vorteil der Konzertaufnahme mit Bewegtbildern liege darin, dass man die Formation als ­Gesamtkunstwerk betrachten könne, so Pfister. «Unsere Show beinhaltet mehr als ‹nur› Musik.» Auch in der Zeit von Youtube oder sonstigen Streaming-Diensten hätte eine DVD durchaus noch ihre Berechtigung, ist der Tubist überzeugt. «Wir wollen potenziellen Veranstaltern etwas in die Hand drücken können. Ein Onlinefilm bietet diese Möglichkeit nicht.» Die Gruppe vertreibt die DVD auf eigene Faust, via direkten Kontakt mit den Bandmitgliedern oder auf der Website. Ein Exemplar kostet 30 Franken.

Um die 50 Konzerte haben die Pfistermen’s Friends seit ihrer Gründung im Jahr 2014 bestritten. Auch für 2017 sind wieder diverse Auftritte geplant. Unter anderem im August am Open Air Tiefental an der Axalp oberhalb von Brienz. Und wenn alles klappt, sind Jürg Pfister und seine Kollegen Mitte Juli am Gurtenfestival zu sehen: Das Waldbühnen-Voting, eine Internetabstimmung für weniger bekannte Bands, führt derzeit die Pfistermen’s Friends an vierter Stelle von über 200 Teilnehmern.

Die direkte Qualifikation für den Live-Contest vom 24. März im Berner Bierhübeli – dann werden die Gurten-Tickets definitiv ermittelt – setzt jedoch einen Rang unter den ersten drei voraus. Das Voting läuft am 2. März aus. «Natürlich wollen wir diese Chance packen», sagt Jürg Pfister.

www.pfistermen.ch

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch