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«DJ Ötzi ist alle Jahreszeiten»

Gerry Friedle tritt morgen als DJ Ötzi am Barstreet-Festival in Bern auf. Wie immer will er vor allem eines: seine Aufgabe erfüllen.

«Früher hat sie meine Oma gestrickt»: DJ Ötzi (46) besitzt 25 weisse Mützen.
«Früher hat sie meine Oma gestrickt»: DJ Ötzi (46) besitzt 25 weisse Mützen.
zvg

Herr Friedle, Sie lieben Skirennen und waren auch dieses Jahr in Kitzbühel.

Gerry Friedle:Natürlich, beim Slalom. Die Abfahrt hab ich auch gesehen und mit Didier gesprochen. Und Didier, also der Herr Cuche, hat gemeint, Beat, also der Feuz, hätte das Rennen gewonnen, wenn dieser kleine Hügel nicht gewesen wäre. Er hätte es verdient, so, wie der runtergebrettert ist.

Sind Sie auch schon die Streif hinuntergefahren?

Das ist wie ein Eislaufplatz. So ­locker kommt man da also nicht runter.

Sie scheinen aber locker durch ein Monster-Tourprogramm zu kommen. Werden Sie denn nie müde, DJ Ötzi zu sein?

Das ist mein Leben. Es macht mir Spass. Und meine Fans sollen auch Spass haben. Meine einzige Aufgabe ist es ja, ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern – mehr ist da nicht.

Ihre Konzerte sind ja auch immer Partys . . .

Auch.

Auch?

Auch. Es sind vor allem Konzerte.

Okay. Wie halten Sie sich also fit für diese Konzerte?

Ich trainiere jeden Tag eine Dreiviertelstunde zu Hause. Oder im Hotelzimmer.

Krafttraining?

Genau. Das ist wichtig.

Womit wir wieder beim Touren wären: Das muss extrem anstrengend sein.

Anstrengend ist nur das Fahren, das Im-Hotel-Sitzen, das Warten. Natürlich bin ich auf der Bühne manchmal müde. Oder verschnupft. Aber das ist zweitrangig. Meine Aufgabe . . .

. . . ist es, den Leuten das zu geben, was sie wollen.

Genau. Das ist nicht immer leicht. Aber ich zieh das durch.

Reizt es Sie, musikalisch eine andere Richtung einzuschlagen? Country? Rock? Klassik?

Ja, ja, schon, und das hab ich ja auch schon gemacht. Wie Göölä (zieht das Wort in die Länge) hab ich mit den Bellamy Brothers ein Duett aufgenommen. Das war ein geiles Erlebnis – mit den Helden meiner Jugend zusammenzuspannen. Und ich liebe Country! Rock würd ich auch gern machen, ich habe ja eine Rockstimme, hoch und rauchig, aber es fühlt sich gerade richtig an, das zu tun, was ich im Moment tue.

Sie starten am Montag in Hinterglemm die «DJ Ötzi Gipfeltour 2017», also eine Riesen-Après-Ski-Party: Ich kann Sie mir irgendwie nur im Winter vorstellen. Was tun Sie im Sommer?

Ähnliches oder das Gleiche wie im Winter. Ich weiss, dass viele denken, DJ Ötzi ist Winter. Aber DJ Ötzi ist alle Jahreszeiten. Und mir am liebsten ist der Herbst mit seinen coolen Farben.

Welches ist Ihr Lieblings­skigebiet?

Immer dort, wo ich gerade fahre. Das Ötztal, der Weisse Ring in Zürs in Arlberg, Hinterglemm. Es gibt bei uns (in Österreich; Anm. d. Red.) so viel schöne Orte.

Wie viele weisse Mützen be­sitzen Sie?

25, glaub ich.

Bekommen Sie die geschenkt?

Früher hat sie meine Oma gestrickt. Jetzt ist sie leider gestorben. Jetzt lass ich sie in Salzburg stricken. Ich kann das nicht so gut, stricken. Häkeln.

Ach, sie sind gehäkelt?

Ich glaube, sie sind gehäkelt. Ich kenn mich da einfach nicht aus. Sie müssen passen, in alles andere mische ich mich nicht ein.

Sie sind ein grosser Fan von Florian Ast. Gibt es noch andere Musiker, die Sie beeindrucken?

Zucchero, ganz klar. Und in Österreich: Wanda. Die gefallen mir sehr, sehr gut, dieser dreckige Rock. Das sind die Rolling Stones von Österreich! Sie sind echt sehr cool.

Die singen auch viel von Amore, wie Sie.

Ja, das ist Zufall.

Okay. Dann also viel Spass am Barstreet-Festival.

Ich freue mich wirklich auf dieses Fest in Bern. Sehr. Schreiben Sie das! Bitte!

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