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Düsteres in Superzeitlupe

Bohren und der Club of Gore ist die langsamste Band der Welt. Zum 25-jährigen Bestehen erscheint nun das Doppelalbum «Bohren for Beginners». Eine wundersame Einstiegsdroge.

Existenzialistisch verfinstert: Bohren und der Club of Gore.
Existenzialistisch verfinstert: Bohren und der Club of Gore.
zvg

Man sagt das so leicht und viel zu oft dahin: Diese Band ist ohne Vergleich. In diesem Fall stimmt es: Bohren und der Club of Gore, das Quartett aus Mülheim an der Ruhr, ist die langsamste Band der Welt. Manche nennen sie auch die langweiligste. Aber das sind wenige.

Wer eintaucht in dieses entschleunigte Klangbad, badet in tiefstem Moll und erliegt einer magischen Musik in Superzeitlupe. Vielleicht ist das Jazz, so legt es das Instrumentarium mit Tenorsaxofon, Kontrabass, Schlagzeug, Vibrafon und diversen Tasteninstrumenten nahe. Dem widerspricht, dass kaum improvisiert wird und schon gar nicht gejammt. Viel zu genau müssen die Töne gesetzt und kalkuliert sein, damit diese minimalistischen Gebäude nicht einstürzen.

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