EU-Parlament stimmt für umstrittene Reform des Urheberrechts

Anbieter wie Google, Facebook oder YouTube sollen künftig verpflichtet werden, Kulturschaffende zu vergüten, wenn sie deren Werke oder Inhalte zum Hochladen anbieten.

Da könnte in Zukunft Geld fliessen: Youtube-Site der Band Coldplay.

Ziel ist es, die bisherigen Regeln dem Internet-Zeitalter anzupassen. Anbieter wie Google, Facebook oder YouTube sollen künftig verpflichtet werden, Kulturschaffende zu vergüten, wenn sie deren Werke oder Inhalte zum Hochladen anbieten. Die Vorlage sieht vor, dass grosse Plattformen künftig für Verletzungen des Urheberrechts haftbar gemacht werden.

Ausserdem ist ein «verwandtes Schutzrecht» geplant. Damit soll sichergestellt werden, dass etwa Verlage oder Nachrichtenagenturen für die Verwendung ihrer Inhalte vergütet werden.

Gegner der Reformpläne sehen die Freiheit im Internet bedroht. Zur Abstimmung lagen mehr als 200 Änderungsanträge vor. Nun kann das Europaparlament die Verhandlungen mit dem Rat der EU-Staaten aufnehmen.

Tages-Anzeiger

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt