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Marianne Faithfulls Trost der Melancholie

Ihre Musik ist geladen mit Emotionen und Schmerz. Marianne Faithfull singt über das Leben – über ihr Leben.

Hat alles, wovon sie singt, selbst durchlebt: Marianne Faithfull.
Hat alles, wovon sie singt, selbst durchlebt: Marianne Faithfull.
Keystone

Wer Inspirationen sucht, Synkopen mag und gute Musiker benötigt, fliegt nach New Orleans. Dabei würde man eine wie sie dort zuletzt erwarten: Marianne Faithfull, die englische Diseuse mit der verletzten Stimme, die alles durchlitten hat, wovon sie singt. Dass auch sie sich die Stadt im Süden als Unterlage für ihr letztes Album ausgesucht hat, hat sich gelohnt. Denn man hört es den besten Titeln auf «Horses and High Heels» an, ihrem neuen, vielseitigen Album. Je mehr sie sich auf die dunklen Beats von New Orleans einlässt, die geisterhaft verhallten Gitarrenklänge, den pulsierenden Bass, desto betörender klingt sie. Etwa bei der grossartig schleppenden Interpretation von «No Reason» des vergessenen englischen Songschreibers Jackie Lomax, ein Lied über das ziellose Weggehen.

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