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Nach sieben Jahren gibts Gölä wieder in Mundart

Am Freitag erscheint Göläs neues Album. Hier verrät er, warum das so lange dauerte – und er liefert den Soundtrack seines Lebens.

Sieben Jahre ists her, dass Göläs letztes Mundartalbum herauskam. Warum hat das so lange gedauert? «Weil es Zeit brauchte, bis ich genug gute Songs für eine anständige Platte beisammen hatte», sagt der Mundartrocker. «Ich will mich nicht schämen müssen neben Polo Hofer, Züri West oder Patent Ochsner.»

Ein englisches Album aufzunehmen falle ihm dagegen weniger schwer – «denn da habe ich keine Konkurrenz: Ich bin eh schlechter als alle anderen», sagt er selbstironisch. Auf der nächsten CD, das kündigt der Berner schon mal an, werde er wieder englisch singen. Endgültig auf eine Sprache festlegen will sich Gölä nicht. «Ich werde mein Leben lang beides machen.»

Und Gölä wird sein Leben lang Musik hören. Welche 10 Songs ihn auf seinem bisherigen Weg begleitet haben, verrät er hier exklusiv – und liefert damit einen Soundtrack zu seinem Leben.

Der Soundtrack seines Lebens

Zehn Songs, die in Göläs Leben eine wichtige Rolle spielten:

1. Elvis: In The Ghetto «Der erste Song, an den ich mich erinnern kann. Meine Eltern haben mir erzählt, bei diesem Lied sei ich als kleiner Knopf immer ganz andächtig vor dem Radio gesessen und hätte die Lautstärke aufgedreht.»

2. The Beatles: Hey Jude «Ich wollte mein Leben lang ein Rocker sein, war aber lange nicht Rolling Stones-, sondern Beatles-Fan. Als ich etwa 14-jährig war, fand ich die Stones sogar einen Riesenseich. Heute gefällt mir beides.»

3. James Brown: Sex Machine «Nach meiner Beatles-Zeit kam meine schwarze Phase. James Brown war mit seiner Show der absolute King. Seine Energie hat mich ‹umputzt›. Auf meinem neuen Album habe ich mich auch mal an Soul versucht, bei ‹Z’Läbe fägt›. Ich finde, dafür, dass ich weiss bin, ists mir gar nicht schlecht gelungen.»

4. Ike & Tina Turner: Proud Mary «Auch wenns ein Cover ist– geschrieben hat das Lied John Fogerty –, ist das für mich einer der besten Songs, die es je gegeben hat.»

5. Kiss: I Was Made for Lovin’ You «Als ich 16-, 17-jährig war, kam ich voll auf die Hardrock-Schiene. Zusammen mit meinen ‹Gielen› von meiner ersten Band schminkten wir uns wie Kiss und fuhren mit dem Velo durchs Dorf. Die Leute dachten, wir seien völlig übergeschnappt. Zu dieser Zeit hatte ich nur noch die Musik im Kopf. Vermutlich flog ich deshalb zweimal von der Sek.»

6. Abba: Gold (Album) «Nach meiner Hardrock-Zeit wurde ich offener, mein musikalischer Horizont wurde breiter. Im Auto vor dem Ausgang war dieses Album genau die richtige Aufputschmusik. Darauf ist einfach jeder Song ein Hit. Nur durfte man das öffentlich natürlich nicht zugeben.»

7. Jimmy Barnes: When Something Is Wrong With My Baby «Als ich und meine Freundin gerade frisch verknallt waren, wohnte ich mit meinem Sohn noch im Simmental in einem winzigen alten Chalet. Da sassen wir oft auf dem Balkon, tranken Rotwein und hörten Jimmy Barnes. Dieser Mann hat eine unglaubliche Stimme. Da werden Frauen schwach.»

8. Rumpelstilz: D Rosmarie und i «Die Geschichte dieses Songs ist mir eingefahren. Ich hatte schon damals dieses Reissen in mir, und in diesem Song sah ich irgendwie meine Zukunft: ‹Es Meitschi› packen und verreisen. Allerdings nicht nach Paris – mir sind die Wildnis und der Strand lieber als Städte.»

9. Peter Maffay: Über sieben Brücken «Eine Zeit lang hörte ich viel Udo Lindenberg und Peter Maffay, obwohl das zwei grundverschiedene Typen sind. Maffay ist ein wenig wie ich: Er macht auf Rocker, singt aber eigentlich Schlager. Mit Lindenberg stand ich mal im Hallenstadion auf der Bühne – als Fan. Damals hätte ich nie gedacht, dass ich dort eines Tages alleine stehen würde.»

10. Nickelback: How You Remind Me «Ich bin musikalisch ein wenig ein Dinosaurier – mit der neuen Musik kann ich oft nicht so viel anfangen. Aber die Songs von Nickelback haben Melodien, das gefällt mir. Für mich sind die Melodien extrem wichtig, ich bin ein Melodiefuzzi, sozusagen.»

Aufgezeichnet: sap

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