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Die Schlacht aller Mütter

Wie hältst du es mit der Mutter? In der Kaserne Basel untersucht das wilde Berliner Kollektiv She She Pop in «Frühlingsopfer» unser Verhältnis zu Muttertier und Muttergöttin. Ein Abend zum Hadern – und Hingehen.

Kollektiv mit Übermüttern: Familienaufstellung in «Frühlingsopfer» von She She Pop.Foto: Dorothea Tuch
Kollektiv mit Übermüttern: Familienaufstellung in «Frühlingsopfer» von She She Pop.Foto: Dorothea Tuch

Mutter, Mama, Mami – Mythos, Monster, Mensch: Vier Riesinnen spuken auf vier Leinwänden. Oder sind es doch nur vier soignierte alte Damen mit geschminkten Lippen, lackierten Nägeln und gefärbten Haaren, die hier auf Befehl ihrer Kinder mit den Armen wedeln und die Gesichter zu Fratzen verziehen?

Ihre Kinder jedenfalls, Ilia Papatheodorou, Sebastian Bark, Berit Stumpf und Lisa Lucassen, Mittvierziger allesamt und Mitglieder der Formation She She Pop, rollen und winden sich vor ihnen. Sie befragen sie, sie befragen sich selbst, und sie schlüpfen endlich virtuell in sie hinein. Die Gesichter von Alt und Jung überlagern sich auf der Leinwand, verschmelzen. Verwandtschaft wird sichtbar, und alle erleben, so ineinander verschlungen, die Schrecken des Alterns im Schnelldurchlauf. Wer hat hier wen geopfert, wer wem ein Opfer gebracht?

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