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Kultur-«Fusionitis» – oder bloss Angst vor der Zukunft?

Die Stadt Bern will die Dampfzentrale und das Schlachthaus-Theater zusammenführen und damit ein «Flaggschiff der freien Kulturszene» in die See schicken. Dagegen regt sich Widerstand aus der Szene. Die Institutionen lehnen das Vorgehen ab.

FDP und SVP kritisieren die Berner Kulturpolitik: Unter anderem die geplante Zusammenführung von Dampfzentrale (Bild) und Schlachthaus sei «kein weiser Entscheid».
FDP und SVP kritisieren die Berner Kulturpolitik: Unter anderem die geplante Zusammenführung von Dampfzentrale (Bild) und Schlachthaus sei «kein weiser Entscheid».
Stefan Anderegg
Bekult-Präsident Christian Pauli und andere Kulturinstitutionen bezeichnen die Kulturstrategie der Stadt Bern als dürftig. Wichtige Fragen würden nicht gestellt.
Bekult-Präsident Christian Pauli und andere Kulturinstitutionen bezeichnen die Kulturstrategie der Stadt Bern als dürftig. Wichtige Fragen würden nicht gestellt.
Stefan Anderegg
Eine weitere Zusammenführung wird beim Zentrum Paul Klee und dem Kunstmuseum diskutiert. Die Burgergemeinde Bern hat dafür eine Million Franken zur Verfügung gestellt.
Eine weitere Zusammenführung wird beim Zentrum Paul Klee und dem Kunstmuseum diskutiert. Die Burgergemeinde Bern hat dafür eine Million Franken zur Verfügung gestellt.
Archiv BZ
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«Die Stadt will das erfolgreiche Schlachthaus-Theater fusionsweise abschaffen!», schreibt Performancekünstlerin Sandra Künzi in der Internetzeitung «Journal B». Der Aufschrei gegen den Plan der Abteilung Kulturelles, das Schlachthaus-Theater und die Dampfzentrale zusammenzuführen, ist gross.

Dabei ist noch gar nicht definiert, wie weit der Zusammenschluss gehen soll. Von einem weitgehend eigenständigen Weiterbestehen beider Häuser unter einem gemeinsamen Vorstand bis zu einer Fusion ist alles möglich. Klar ist bis anhin nur, dass Kultursekretärin Veronica Schaller im April der Dampfzentrale und dem Schlachthaus schriftlich mitteilte, die Häuser seien in eine gemeinsame Trägerschaft zu überführen. Vor den Medien zeigten sich Schaller und Stadtpräsident Tschäppät gar euphorisch und sprachen vom «Flaggschiff der zeitgenössischen Kultur» und von einem «Gegengewicht zu Konzert Theater Bern».

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