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«Ladykillers» begeistert das Publikum

Britischer Humor, auf Berndeutsch aufgeführt: Mit dem Stück «Ladykillers» bringt das Theater Belp eine Kriminalkomödie auf die Bühne, die bereits 1955 das Kinopublikum in seinen Bann zog.

Turbulente Szene: Drei der vier Ganoven müssen sich vor Mrs. Wimmerforce für ihr verdächtiges Verhalten rechtfertigen.
Turbulente Szene: Drei der vier Ganoven müssen sich vor Mrs. Wimmerforce für ihr verdächtiges Verhalten rechtfertigen.
Andreas von Gunten

Letztes Jahr ist aus der ehemaligen ­Gürbetaler Volksbühne Belp das Theater Belp geworden. Geblieben ist das Ziel der Mitglieder, möglichst unterhaltsame Inszenierungen zu präsentieren. 38 Theaterstücke mit über 400 Vorstellungen bescherten die Laienschauspieler dem Publikum seit 1984. Jetzt entführen sie die Zuschauer nach London, in die Welt von Mrs. Margarete Wimmerforce.

Klassiker der schwarzen Komödie

An der Premiere vom Donnerstag blieb kaum ein Stuhl im Saal des Hotels Kreuz Belp leer. Das Stammpublikum wollte mit dabei sein, wenn der Kultfilm «The Ladykillers» als Bühnenstück von Autor William Rose in berndeutscher Inszenierung aufgeführt wird. Für die Mundartübersetzung hatte Peter E. Wüthrich, Co-Präsident des Theatervereins, gesorgt. Zudem führte er Regie.

«Ladykillers» ist ein Klassiker der schwarzen Komödie. Im Zentrum der Handlung steht die rührende Margarete Wimmerforce. In Belp wird sie von Esther Stähli überzeugend gespielt. Als alte Lady trippelt sie durch die Stube, überaus gastfreundlich – und manchmal etwas vergesslich.

Zu Mrs. Wimmerforce gesellen sich vier Ganoven. Ausgerechnet sie, die überall üble Machenschaften vermutet, holt sich diese Männer ins Haus. Der angebliche Professor Marcus will zusammen mit seinen drei Kumpanen einen Geldtransporter überfallen. So verwerflich dies ist, das Quartett erobert dank den schauspielerischen Leistungen von Hans Peter Blaser, Rico Strüby, Fred Nyffeler und Roland Hungerbühler gleichwohl die Herzen der Zuschauer.

Man nimmt ihnen die Rollen als Schönschwätzer, Möchtegerngangster und Dummköpfe ab. Für Mrs. Wimmerforce und die Frauen des Teekränzchens sind sie allerdings die begabten Musiker, zumindest für eine Weile. Und zuletzt profitiert der Papagei der alten Lady vom unerwarteten Geldsegen. Doch vorab zeigen die Ganoven ihr wahres Gesicht.

Erfahrene Laiendarsteller

Auch wenn in Sachen Dramaturgie zwischendurch etwas gar dick aufgetragen wird: Die Darsteller des Theaters Belp zeigen, dass sie erfahrene Laienschauspieler sind. An der Premiere drückte das Publikum sein Gefallen an der Inszenierung mit einem lang anhaltenden Applaus aus. Gespielt wird noch bis zum 4. Februar. Und weil der Vorverkauf gut läuft, ist bereits eine Zusatzvorstellung eingeplant.

Informationen, Spieldaten und Reservationen: theaterbelp.ch.

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