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Gemeindeversammlung BrienzwilerLadestationen bei Ballenberg-Parkplatz abgelehnt

40’000 Franken für sechs Autoladestationen beim Ost-Parkplatz des Freilichtmuseums Ballenberg: Dieser Kredit wurde von der Gemeindeversammlung abgelehnt.

Die Neue und die Wiedergewählten im Brienzwiler Gemeinderat (v.l.) Andres von Bergen, Barbara Hemund, Daniel Schild (Präsident).
Die Neue und die Wiedergewählten im Brienzwiler Gemeinderat (v.l.) Andres von Bergen, Barbara Hemund, Daniel Schild (Präsident).
Beat Jordi

Anlässlich der letzten Gemeindeversammlung unterstützten die Stimmbürger die Idee, mittels Autoladestationen beim Parkplatz Ballenberg Ost den Stromabsatz des gemeindeeigenen Elektrizitätswerkes zu fördern und dem Trend zur Elektroautomobilität zu folgen.

Der Gemeinderat hat das Projekt ausgearbeitet und kommt zum Schluss, dass das Unternehmen unter den gegebenen Umständen nicht wirtschaftlich realisiert werden kann und für die Erstellung allein ein Betrag von rund 40‘000 Franken à fonds perdu geleistet werden müsste. Dazu würden noch permanente Unterhaltsaufwendungen anfallen. «Im besten Fall könnte mit dem Stromertrag die Investition in zehn oder mehr Jahren amortisiert werden», ist in der gemeinderätlichen Botschaft zu lesen.

Museum zahlt 5000 Franken

Die Vorlage wurde von den Stimmbürgern intensiv diskutiert. Negativ festgestellt wurde, dass das Freilichtmuseum Ballenberg «nur» 5000 Franken an die Investition leisten möchte, aber weiterhin die Parkplatzgebühren einkassiert. Ein Winterbetrieb am vorgesehenen Standort ist sehr fraglich (Schneeräumung) und bringt den Brienzwilerinnen und Brienzwilern keinen Mehrwert.

Wenn schon eine Ladestation, dann an einem zentralen Ort in der Gemeinde, wo nebst den Anwohnern auch Passanten ihre Elektroautos laden könnten. In der Grundsatzabstimmung folgte die Versammlung dem kritisch gestimmten Gemeinderat und lehnte den Investitionskredit von 40000 Franken ab. Zum weiteren Vorgehen beauftragte eine grosse Mehrheit der Stimmenden den Gemeinderat, die Idee mit einem idealeren Standort weiterzuverfolgen.

Budget mit Ertragsüberschuss

Beim Budget 2021 konnte Finanzverwalter Hans von Bergen in der Hauptrechnung bei einem Ertrag von 3,3 Millionen Franken und einem Aufwand von 3,24 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von rund 63‘000 Franken in Aussicht stellen. Dies bei einer geplanten Steueranlage von 1.84 Einheiten. Bei der Elektrizitätsversorgung wird ein Zuschuss für die Gemeindekasse von 52000 Franken erwartet. Geplant sind im nächsten Jahr Gesamtinvestitionen von rund 120000 Franken. Das Eigenkapital dürfte auf 3,7 Millionen Franken anwachsen.

Die Versammlung genehmigte das Budget 2021 diskussionslos. Zustimmung fand auch ein Kredit von 590000 Franken für die Sanierung des Wasserreservoirs Rüti.

Hemund für Egger

Gemeindepräsident Daniel Schild und Gemeinderat Andres von Bergen wurden mit Applaus für eine weitere Amtsdauer bestätigt. Nach vier Jahren trat Mariette Egger aus dem Rat zurück. An ihre Stelle wählte die Versammlung einstimmig Barbara Hemund.

Die Gemeindeversammlung wurde in der Turnhalle mit genügend Abstand von 44 Stimmberechtigten besucht. Damit bei einer allfälligen Infektion sofort richtig reagiert werden könnte, wurde ein Foto der Versammlung geschossen sowie eine Teilnehmerliste geführt.

1 Kommentar
    Samy Bill

    Sehr nachhaltig denkend, dieser Gemeinderat. Hofstetten profitiert vom FLM, aber knausert bei der Infrastruktur. Da kann man nur den Kopf schüttelmn. Soll doch der Trauffer das bezahlen...