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Biel gewinnt Berner DerbyLangnaus Punkt für die Moral

Die Emmentaler verteilen gegen Biel Geschenke und verlieren 4:5 nach Verlängerung. Das Ergebnis ist als Achtungserfolg zu werten, traten sie doch nur mit einem Ausländer an.

Tigers-Ersatzgoalie Gianluca Zaetta wird beim Heim-Debüt gleich fünfmal bezwungen.
Tigers-Ersatzgoalie Gianluca Zaetta wird beim Heim-Debüt gleich fünfmal bezwungen.
Foto: Marcel Bieri (Keystone)

Nur 2085 statt der erlaubten 2850 Zuschauer hatten den Weg in die Ilfishalle auf sich genommen. Doch wer da war, wurde sogleich bestens unterhalten. Bereits nach 25 Sekunden gingen die SCL Tigers in Führung, Keijo Weibel schoss sein erstes Tor in der National League. Julian Schmutz erhöhte in der 4. Minute auf 2:0 – doch das war es dann vorerst auch mit der Emmentaler Herrlichkeit. Nach 8 Minuten stand es schon 2:2, für Biel hatten Janis Moser und Luca Cunti getroffen, wobei Tigers-Goalie Gianluca Zaetta einen wenig souveränen Eindruck hinterliess. Der erst 20-Jährige vertrat den noch immer angeschlagenen Ivars Punnenovs, auch beim vierten Gegentor musste er zumindest eine Teilschuld auf sich nehmen. Punnenovs seinerseits hofft, am Donnerstag in Genf wieder mittun zu können.

Spätestens ab dem Mitteldrittel hatten die Gäste mehr vom Spiel. Der Zwei-Tore-Vorsprung kurz nach Beginn des letzten Abschnitts war die logische Konsequenz, wenngleich die Bieler keineswegs unwiderstehlich spielten und zuweilen etwas nonchalant wirkten. Die Tigers ihrerseits leisteten sich zu viele unnötige Scheibenverluste und blieben im Powerplay weitgehend ungefährlich. Bemerkenswert aber war ihr Kampfgeist – und dieser wurde belohnt. Nach einem Bieler Eigentor zum 3:4 war es Verteidiger Tim Grossniklaus, der 70 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit den vielumjubelten Ausgleich schoss. Zaeatta hatte kurz zuvor einem sechsten Feldspieler Platz gemacht.

Noch ohne Neuzugang Brännström

In der Verlängerung war es abermals Verteidiger-Juwel Janis Moser, dem der entscheidende Treffer gelang. Der Punktgewinn jedoch dürfte den Langnauern gut tun. Zu Gute halten muss man ihnen, dass sie nur mit einem Ausländer antraten. Noch nicht im Aufgebot figurierte der Schwede Erik Brännström. Der Schwede, welcher den Ottawa Senators gehört, aber bis Weihnachten an die Tigers verliehen wird, hat noch Trainingsrückstand. Brännström dürfte am Donnerstag in Genf debütieren. Vorerst ausgeliehen werden Rihards Melnalksnis (nach Olten) sowie Alain Bircher und Stefan Rüegsegger (beide nach Langenthal).