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Die Sicherheitsbilanz der Airlines

Trotz einer Notlandung ist die australische Qantas die sicherste Fluggesellschaft der Welt. Das hat eine Studie für 2010 ergeben. Die Swiss befindet sich im Mittelfeld.

Rang 10: TAP (Portugal)
Rang 10: TAP (Portugal)
Reed Saxon, Keystone
Rang 9: Japan Airlines
Rang 9: Japan Airlines
AFP
Rang 1: Cathay Pacific (China/Hongkong)
Rang 1: Cathay Pacific (China/Hongkong)
Keystone
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Die Zahl der Toten bei Flugzeugunfällen ist 2010 im zweiten Mal in Folge wieder gestiegen. Das geht aus der Sicherheitsbilanz des deutschen Unfalluntersuchungsbüros Jacdec hervor, die im Februar im Magazin für Zivilluftfahrt «Aero International» veröffentlicht wird. Für den Sicherheitsindex wurde berechnet, wie viele Passagiere wie viele Kilometer in den letzten 30 Jahren mit der jeweiligen Fluggesellschaft geflogen sind.

Bei 49 Unfällen kamen im vergangenen Jahr 829 Menschen ums Leben. 2009 waren es lediglich 766 Tote, 2008 hatte es 598 Tote gegeben. Weder in Europa noch in Nordamerika gab es nach Auswertung von Jacdec im vergangenen Jahr einen tödlichen Unfall im zivilen Luftverkehr.

Finnair ist die sicherste Airline Europas

Die sichersten Airlines sind allerdings nicht ausschliesslich in Europa, sondern auch im Nahen Osten, in Asien und Ozeanien zu finden. Am besten schneidet die Qantas Airways ab. Zwar musste ein Airbus A380 im vergangenen Jahr nach einer Triebwerksexplosion in Singapur notlanden. Doch verletzt wurde niemand.

Hinter der Qantas liegen die Finnair, Air New Zealand, TAP Portugal, Cathay Pacific Airways, All Nippon Airways, Air Berlin, Virgin Atlantic Airways, Emirates und die russische Transaero Airlines. Die Swiss rangiert im Rating der 60 Gesellschaften im Mittelfeld. Sie belegt den 29. Platz.

Brasilianische Airline auf dem letzten Platz

Die unsichersten Airlines sind vor allem in Asien zu suchen. An der Spitze der Negativliste steht allerdings die brasilianische TAM Linhas Aéreas. Seit 1980 starben bei Abstürzen 336 Menschen. Zuletzt hatte die Gesellschaft 2007 einen tödlichen Unfall in São Paulo mit 107 Toten.

Die Jacdec-Unfallbilanz gibt allerdings kein genaues Abbild über die Sicherheit im Flugverkehr, weil sie sich auf die zivile Luftfahrt beschränkt. Der Absturz des polnischen Präsidentenflugzeuges am 10. April 2010, bei dem 96 Menschen ums Leben kamen, befindet sich zum Beispiel nicht in der Bilanz, weil es ein militärischer Flug der polnischen Luftwaffe war. Nicht erfasst werden in der Statistik auch Menschen, die am Boden bei Abstürzen starben.

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