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Die unmögliche Wand

In den sanften Hügeln der Juraketten steht eine Felswand, die den modernen Freikletterern bis heute trotzt: Die Glatti Flue ist tatsächlich glatt – ohne technische Hilfsmittel kommt niemand hoch.

Meter für Meter musste ein Fortbewegungshaken geschlagen werden: Die Mitte der Wand bei der Erstbegehung im Jahr 1964. Foto: Paul-Henri Girardin
Meter für Meter musste ein Fortbewegungshaken geschlagen werden: Die Mitte der Wand bei der Erstbegehung im Jahr 1964. Foto: Paul-Henri Girardin

Die Eigernordwand galt als das letzte grosse Problem der Alpen. Es wurde gelöst. Steht man dort auf dem Gipfel und schaut nach Norden, sieht man die Jurahöhen. Sanfte Bodenwellen jenseits des Mittellands. Man würde es nicht vermuten, aber dort in den grünen Hügeln steht ebenfalls eine Wand. Und zwar eine, die vor 50 Jahren für unmöglich befunden wurde: Zwar gelang damals, am Tag der Arbeit 1964, die Begehung. Doch die Pioniere tauften ihre Route «L’impossible», die Unmögliche, wohl wissend, dass man sie nicht meistert, ohne zu tricksen. Das gilt bis heute: Niemand kommt dort hoch ohne Haken und Trittleitern – «technisches Klettern», wie es früher Standard war.

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