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Leserbriefe zu «Emma Lästig»

Hier finden Sie eine Auswahl von Leserbriefen die zu den «Emma Lästig»-Kolumnen eingegangen sind.

Emma ist mitschuldig

von Peter Kissling, Kirchberg, zur Kolummne vom 13. Juni

Liebe Emma Lästig, schade, dass Sie sich so aufregen wegen lumpiger zweier Minuten Nachgang der Kirchenuhr. Was ist das schon im Vergleich zu einem Tag, Monat oder Menschenleben Apropos Höflichkeit der Könige: Pünktlichkeit ist diese. Aber das ist ein Detail. Dass es in Burgdorf keinen richtigen Horloger mehr gibt, daran sind unter anderem auch Sie schuld, wenn Sie eine Uhr beim Loeb posten und nicht im Fachgeschäft. Womit nichts gegen den Loeb gesagt sein soll, der ist schon recht. Aber kaufen Sie Ihr Schweinsplätzli auch beim Baubedarf? Und noch etwas zur Turmuhr: Diese sind heute vollelektronisch, Uhr und Geläute sind voll programmiert, also kein Fall mehr für den Horloger. Wobei wir bei uns im Geschäft sonst praktisch alles reparieren können – davon können Sie sich gerne überzeugen.

Gemeinde oder Kirchgemeinde?

von Lotti Sägesser, Bern

Liebe Frau Emma Lästig, kürzlich habe ich an unserer Kirchgemeindeversammlung gehört, dass für die Kirchturmuhr die Gemeinde und für das Geläut die Kirchgemeinde zuständig ist. Habe ich vorher auch nicht gewusst. Vielleicht ist es ja in Burgdorf auch so, fragen Sie doch mal nach.

«Herzilein, so muss es sein!»

von Roland Eberharty, Uetendorf, zur Kolumne vom vom 6.Juni.

Liebe Emma Lästig, seit 32 Jahren bin ich Bandleader der Calimeros – und ich möchte mich ganz einfach herzlich bedanken! Ihre Kolumne «Herzilein, so muss es sein» war genial. Ja, es ist wirklich so, dass viele das Gefühl haben, Schlager und Unterhaltung dieser Art seien etwas Minderwertiges. Sie mit Ihrem lustigen Bericht haben den Nagel auf den Kopf getroffen.

Nudelholz mit Wurm

Von Marianne Broennimann.

Gottlob haben wir unsere Frau Lästig wieder und sitzen nicht länger mit Entzugserscheinungen auf dem Trockenen! Mein Mann und ich waren mit einer STB-Gruppe auf einer Wanderung den Schiffenensee entlang nach Freiburg, und beim Mittagessen im Restaurant Grandfey sagten alle unisono: «Zum Glück isch d’Emma wider us Ängland zrügg cho, mir hei richtig uf se planget!» Ja, das Kuchentröhli, so allein zu Hause, hat sicher fast den Wurm bekommen – wie Emma von diesen englischen Schulbüchern mit den schrägen Storys über unser Land. Liebe Emma, Ihre direkte, geistreiche und herzerfrischende Art ist einfach das Tüpfli aufs Wochenende!

Kaffeemaschine

von Elisabeth Guex, Homberg, zur Kolumne vom 14.März.

Liebe Frau Lästig, hurra, ich habe eine Kaffeemaschine gewonnen! Leider hatte ich keine Zeit, sie abzuholen, was mein Mann bedauerte. Aber nach dem Lesen Ihrer Kolumne sah er ein, dass wir zum Glück zu Hause geblieben waren! Auch fand ich heraus, dass eine Freundin den 3.Preis (eine Kaffeemaschine) gewonnen hatte. Warum können solche Gaunereien nicht gestoppt werden? Vor Jahren hatten wir mal den 2.Preis: eine Reise nach Paris. Schon zwischen Thun und Bern merkten wir, dass alle im Car das gleiche gewonnen hatten. Und wer den Aufpreis nicht bezahlte, um im Zentrum abzusteigen, fuhr an die Peripherie – null Chance, Paris zu sehen! Da die Küche in unserem Containerhotel geschlossen war, sank die Stimmung auf minus. Da erbarmte sich unser Fahrer und fuhr mit uns zur Autobahnraststätte. Für die Extrafahrt bekam er zwar einen Rüffel, aber er chauffierte uns auch am nächsten Tag hin und her – so wurde aus dem Flop noch ein Abenteuer!

Speziell amüsiert

von Susanna Sägesser, Urtenen-Schönbühl, zur Kolumne vom 3. Januar «Und die Welt lacht zurück»

Diese Kolumne hat mich speziell amüsiert. Ich bin vor zirka drei Jahren mit meinen Nachbarinnen (ungefähr nach 45! Jahren) schlöflen gegangen und prompt der Länge nach auf den Rücken geknallt; da dachte ich das Gleiche wie Emma, also das vom Esel. Aber mein Schutzengel war auf dem Posten, und ich bin ohne Schaden davongekommen.

Die Würde des alten Menschen ist sehr fragil

von Erika Bachmann, Rüttenen, zur Kolumne vom 17. Januar "Sagen Sie Du"

Ich staune jede Woche über die «Treffsicherheit» von Frau Lästig. Mein Kompliment für den Beitrag über das Du-Sagen. Ähnliches erlebe ich in einem Altersheim in Baden, meine Tante entspricht der zitierten Lehrerin. Dort wird zwar mit «Frau Meier» kommuniziert, aber dann verfällt man, ob Heimleitung oder Hilfspersonal, ins Du. Auch meine Tante will nicht, dass ich interveniere, aus denselben Gründen wie von Emma geschildert. Es spielt wirklich keine Rolle, wo sich solches zuträgt, schlimm genug, dass es geschieht.

Ich (60) arbeite als Berufsbildungsverantwortliche (Pflegefachfrau) im Bürgerspital Solothurn und finde auch in meinem Alltag immer wieder ethische Grenzsituationen, die ich ansprechen muss. Und hier kommt das Dilemma: Viele Altersheime funktionieren nur kostendeckend mit Hilfspersonal, das keine anspruchsvolle Ausbildung absolviert hat. Niemand korrigiert Situationen wie «Nämmet no äs Härdöpfeli, für mi», wenn die betagte Person keinen Appetit hat, aber ein Nein von ihr nicht akzeptiert werden kann. Dementsprechend ist das pflegerische Niveau, das sich schlussendlich im kommunikativen Umgang zeigt. Die Würde des alten Menschen ist extrem fragil, bleiben wir wachsam, dass sie nicht verletzt wird.

«Hudle!»

von P. und M. Broennimann, Schüpfen, zur Kolumne vom 17. Januar.

Ganz herzlichen Dank für das «grassierende Duzis»! Es geht wirklich so an die Würde! Solche Leute könnten wir hudle!

Es gibt zwei Gründe

von Theodor Stegmann, Thun, zur Kolumne vom 17. Januar.

Sehr geehrte Frau Lästig, es ist schön zu wissen, dass sich andere über das Gleiche ärgern. Selber bin ich als Abteilungsleiter in einem Pflegeheim tätig, wo ich soeben vom Abteilungs-Pfarrer Ihre Kolumne erhalten habe mit der Frage, ob das bei uns auch schon ein Thema war. Auf einer Pflegeabteilung gibt es für mich nur zwei Gründe, Bewohner zu duzen: – Der mündige Bewohner wünscht sich dies ausdrücklich und aus eigener Initiative. – Der Bewohner ist in seiner kognitiven und emotionalen Entwicklung auf einer einfachen Ordnung von Fremder oder Kollege angelangt. Begegnet mir der desorientierte Mensch mit einem freudigen «e, sälü!», und ich antworte ihm mit einem «grüässäch, Herr Meier!», so merkt er, dass etwas nicht stimmt. Das Gefühl, «den kenn ich doch, der begegnet mir aber anders, habe ich was falsch gemacht?», kann auftauchen. Auch erinnern sich manche Menschen weniger an ihren Nachnamen, verbinden den Vornamen stärker mit sich selber. Ich bin sehr dafür, jedem Menschen als dem zu begegnen, was er ist. Ein dementer Lehrer kann immer ein Herr bleiben, wobei ein Bauer aus dem Emmental schnell mal sagt: «Dumms Züüg, dä Herr isch im Himmu!».

Ihnen und mir wünsche ich ein selbstständiges Leben bis am Schluss oder zumindest Pflegende, die in uns erkennen, wer wir trotz Abhängigkeit noch immer sind.

C’est le ton, qui fait la musique

von Hans Schmid, Hinterkappelen, zur Kolumne vom 17. Januar.

Ich gratuliere allen, die keine grösseren Probleme haben. Als 83-jähriger Mann, in einem altersgerechten Wohnbereich zu Hause, möchte ich mich wie folgt äussern: Wir sind zirka 60 Personen in 50 Wohnungen (ohne Pflegeabteilung). Am Mittag sitzen wir zusammen zum gemeinsamen Essen. Hier entstehen neue Beziehungen, ja, sogar Freundschaften; natürlich nicht die gleichen, die wir 50 pflegeleichte Jahre lang gehabt haben. Warum sollen wir uns nicht mit Du ansprechen, wenn wir uns sympathisch finden (ohne Personal)? Ich glaube, es liegt an der Autorität des Einzelnen!

Ich glaube kaum, dass mich ein junges «Tüpfi» mit Du anreden würde. Dann allerdings würde ich ihm in Sachen Anstand Nachhilfestunden erteilen! Wir haben hier im Haus ein sehr gutes Verhältnis untereinander, helfen uns gegenseitig, Nöte, Sorgen und Leiden zu tragen und tun dem Nächsten auch etwas zuliebe. Das kann ich mit einem Du viel persönlicher gestalten. Es ist ja immer der Ton, der die Musik macht.

Wegen Emma ins Netz

von Tabea Ramseier-Berger, Lützelflüh-Goldbach, zur Kolumne vom 24. Januar "Mutter ist im Netz!".

Ich habe mich noch gleichentags bei Facebook angemeldet, liebe Frau Lästig! Der Schluss Ihrer Kolumne hat mich überzeugt, mich mit dieser neumodischen Einrichtung anzufreunden – ich möchte ja auch mit der Zeit gehen. Unsere (erwachsenen) Kinder wollten mich längst überreden Bloss: Wie machen wir das mit der Anrede? Im Facebook wird geduzt, hier gesiezt, das wird bald kompliziert wie im Altersheim Ich finde ja, man kann sich auch in der Du-Form Anstand und Respekt entgegenbringen, genauso wie man sich per Sie «cha d’Chappe wäsche».

So oder so: Es freut mich, Emma zu meinem virtuellen Freundeskreis zu zählen!

Amüsiert

von Beatrix Nussbaum, Mühlethurnen, zur Kolumne vom 24. Januar.

Habe mich köstlich amüsiert über Emmas letzte Kolumne – geht mir genauso!

«Kuule Emma»

von Corinne Meier, Interlaken, zur Kolumne vom 24. Januar.

Im Facebook wird ein Freundschaftsantrag schnell einmal verschickt – aber Emma darf sich geehrt fühlen, so zu erfahren, dass viele junge Leute ihre Kolumne lesen. Mein Mami schneidet sie jeweils aus und legt sie mir aufs Pult, damit ich ja keine verpasse. Ich finde Emma auf jeden Fall: kuul!

Ab nach Brasilien?

von Dominique Schneider, Colégio Suíço Brasileiro Curitiba, allgemein an Emma.

Liebe Emma, wegen Dir habe ich schon ein paar Mal geschmunzelt und gedacht, dass Du hier wohl arbeitslos wärst: In Brasilien ist das Leben soo ganz anders, und Ärger kennen die Brasis definitiv nicht! Zu meinem Schweizer Perfektionismus lerne ich eine ganze Menge Gelassenheit! Es ist wunderschön, als Gast in diesem Land sein zu dürfen – melde dich, wenn Du den Suíça-Ärger nicht mehr erträgst!

«Lass dich (ver)führen»

von Monika Baumgartner, Ostermundigen, zur Kolumne vom 7. März «Franz, follow me!».

Liebe Emma, seit bald fünf Jahren schwinge ich das Tanzbein, das heisst wir – es braucht ja, wie du richtig schreibst, zwei dazu. Und natürlich bin ich mit deiner Kolumne schnurstracks in unser «Dänci» am Zentweg in Ostermundigen. Und zwar nicht nur ich, denn wir Tänzerinnen sind ja gebildete Leute und lesen Zeitung Emma, tanzen ist doch soo schön, auch wenn der Mann der Chef ist (er meint es jedenfalls), und wir folgen müssen. Geniesse doch einfach den «Wiegeschritt», lass dich führen, ver- oder entführen aus dem banalen Alltag und lass Franz für eine, zwei Stunden Chef sein – du kannst ja nachher wieder die Schraube anziehen!

Gleichberechtigt

von Kathrin Holliger, Worb zur Kolumne vom 7. März. Liebe Emma, ob Sie wohl schon mal von DYLOG–Tanzen («dynamic dialog») gehört haben? Ist «im fall» super für Paare und Einzelpersonen, die eben zu zweit, aber ohne die öden Rollenmuster tanzen wollen. Ich jedenfalls freue mich jede Woche und lerne nun Walzer, Cha-cha-cha, Slow Fox mit neuer Offenheit, voller Kreativität, mit Gleichberechtigung – und total viel Spass, hier in Bern am Bubenbergplatz (www.newdanceacademy.ch). Aus dem Kursbeschrieb: «Da sich Frauen und Männer die Führungsaufgabe teilen, wird das Tanzen entspannter und gleichzeitig auch spannender, DYLOG katapultiert den (Paar) Tanz ins Jetzt.» Mit schwungvollen Grüssen!

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