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Als Missen ihre Kleider selber nähten

Die Zürcherin Astrid Vollenweider gewann 1972 die Miss-Schweiz-Wahlen. Geld gab es damals nicht zu gewinnen, und auch sonst war vieles anders. Immerhin durfte sie in London vor Rod Stewart auftreten.

Astrid Vollenweider, Miss Schweiz 1972, in ihrer Praxis in Oerlikon fotografiert.
Astrid Vollenweider, Miss Schweiz 1972, in ihrer Praxis in Oerlikon fotografiert.
Sophie Stieger
Astrid Vollenweider beim Einkaufsbummel durch Tokio anlässlich der «Miss Young International» im Jahr 1972.
Astrid Vollenweider beim Einkaufsbummel durch Tokio anlässlich der «Miss Young International» im Jahr 1972.
Privatarchiv
Jurymitglieder begutachten eine Kandidatin, die während der Wahl zur Miss Schweiz 1964 im Badezug defiliert.
Jurymitglieder begutachten eine Kandidatin, die während der Wahl zur Miss Schweiz 1964 im Badezug defiliert.
Keystone
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Die amtierende Miss Schweiz Dominique Rinderknecht übergibt heute die Krone an ihre Nachfolgerin. Die Wahl inszenieren die Organisatoren als grosses Spektakel in einem riesigen, eigens dafür aufgebauten Zelt in Bern. Der Name der neuen Miss wird in aller Munde sein.

Der Unterschied zu den Anfangs­zeiten des Schönheitswettbewerbs ist immens. 1972 war die Miss-Wahl eine Randerscheinung, von der nur wenige Notiz nahmen. Astrid Vollenweider aus Zürich hiess die damalige Siegerin. «Ich habe im Estrich noch Erinnerungsstücke gefunden», sagt Vollenweider und legt ein paar alte Zeitschriften, Zeitungs­artikel und Fotos auf den Tisch ihrer Gesundheitspraxis in Oerlikon. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet die heute 61-jährige als Craniosacral-Therapeutin, einer Behandlungsmethode, um körperliche und seelische Spannungen zu lösen. Sie nimmt ein Schwarzweissfoto in die Hand, auf dem sie eine «Switzerland»-Schärpe trägt. Lange, blonde Haare fallen auf ihr Kleid, ein Lächeln umspielt ihren Mund. «Erst jetzt fällt mir auf, wie hübsch ich damals war.»

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