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Das Thronjubiläum startet auf der Rennbahn

Queen Elizabeth II. sitzt seit 60 Jahren auf dem englischen Thron. Zum Auftakt des Jubiläums tat die 86-jährige Monarchin, was sie jedes Jahr tut: Sie ging zum Pferderennen.

Fuhr über die Rennstrecke zum Podium: Queen Elizabeth II. beim Pferderennen in Epsom. (2. Juni 2012)
Fuhr über die Rennstrecke zum Podium: Queen Elizabeth II. beim Pferderennen in Epsom. (2. Juni 2012)
Keystone

Salutschüsse schallten durch britische Städte, und beim ersten Auftritt der Queen jubelten ihr Zehntausende mit Union-Jack-Flaggen in der Hand zu: Die britische Königin Elizabeth II. hat die offiziellen Feierlichkeiten zu ihrem 60. Thronjubiläum begonnen.

Vier Tage lang wird die 86 Jahre alte Monarchin fast im ganzen Land gefeiert. Heute ging die Queen aber zunächst einem ihrer Lieblingshobbies nach und besuchte das Pferderennen im südenglischen Epsom. In den vergangenen Jahren hat Elizabeth II., die eine grosse Pferdenärrin ist, das Rennen selten verpasst. Ist sie dort sonst eher im Hintergrund präsent, fuhr sie diesmal über die Rennstrecke zu ihrem Podium.

Über 150'000 Gäste

Mehr als 150'000 Gäste, viele von ihnen in den Nationalfarben oder Kostümen aus den Fünfzigerjahren gekleidet, begrüssten sie. Sängerin Katherine Jenkins sang die Nationalhymne «God save the Queen». Die Königin trug royalblau. Begleitet wurde sie unter anderem von ihrem 90-jährigen Mann Prinz Philip, ihren Söhnen Prinz Andrew und Edward, und ihren Enkelinnen Beatrice und Eugenie.

In London erklangen unterdessen unter anderem an der berühmten Tower Bridge 41 Salutschüsse. Sie erinnerten an die offizielle Krönung am 2. Juni 1953. Elizabeth war am 6. Februar 1952 nach dem frühen Tod ihres Vaters George VI. im Alter von nur 25 Jahren Königin geworden. Ihre Krönung fand mehr als ein Jahr später statt. Sie ist nach ihrer Ur-Urgrossmutter Queen Victoria die am zweitlängsten regierende Monarchin in der Geschichte des Landes. Auch an anderen Orten wurde die Queen durch Salut geehrt.

Volles Programm

Bis zum Dienstag stehen zahlreiche grosse Veranstaltungen an. Am Sonntag wird die Queen an einer historischen Parade von mehr als 1000 Schiffen auf der Londoner Themse teilnehmen. Dabei sollen auch die Thronfolger Prinz Charles und William mit ihren Ehefrauen Camilla und Kate sowie weitere Mitglieder der Königsfamilie mit von der Partie sein. Millionen Zuschauer werden erwartet.

Am Montag werden mehr als 4000 Fackeln zu ihren Ehren in Ländern des Staatenbundes Commonwealth und Grossbritannien angezündet. Am Abend gibt es ein Popkonzert vor dem Buckingham Palast mit Stars wie Paul McCartney und Robbie Williams. Am Dienstag stehen ein Dankgottesdienst in der St. Paul's Kathedrale und eine Kutschfahrt durch die Strassen zum Palast an.

Hängt Big Ben bald im «Elizabeth-Turm»?

Sorgen machte den Feiernden am Samstag der Wetterbericht. Nach mehreren sommerlichen Tagen sanken die Temperaturen, für die Zeit der Schiffsparade wurde sogar mit Regen gerechnet. Die Mehrzahl britischer Parlamentarier entschied sich unterdessen, eine Initiative zu unterstützen, die eines der berühmtesten Londoner Wahrzeichen mit der Queen verbinden soll: Der Uhrenturm des Parlamentsgebäudes, in dem die Glocke Big Ben hängt, soll in Elizabeth-Turm umbenannt werden.

Doch das Jubiläum begeistert nicht nur: Viele Briten inspirierte es zu neuerlichen Protesten gegen die Monarchie. So hat die Aktivistengruppe Republic eine Protestaktion am Ufer der Themse während der Schiffsparade am Sonntag angekündigt. Die linksgerichtete Zeitung «The Guardian» gab zudem Besuchern ihrer Website die Option, die Berichterstattung über das Thronjubiläum per Mausklick auszublenden.

SDA/ami

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