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Das umstrittene Geschäft mit dem Gold der Toten

Manche Schweizer Krematorien verkaufen Zahngold von Toten. Die Stadt Solothurn erwirbt damit jährlich 35'000 Franken. In Basel hingegen verzichtet man auf das ethisch fragwürdige Recycling.

Metalle bleiben in der Asche zurück: Blick in den Aufbahrungsraum des Krematoriums Sihlfeld in Zürich. (Archiv)
Metalle bleiben in der Asche zurück: Blick in den Aufbahrungsraum des Krematoriums Sihlfeld in Zürich. (Archiv)
Keystone

Bei einer Kremation bleiben Asche und Metalle zurück. So zum Beispiel Sargnägel, aber auch Implantate und Goldzähne. Letztere sind Edelmetalle und als solche wertvoll, das Recycling davon ist aber umstritten. Die süddeutsche Stadt Geislingen an der Streige handhabt das Metall der Toten ungefähr so, wie alles Altmetall, das so anfällt unter dem Motto «Es ist niemandem geholfen, wenn das Gold in der Asche bleibt» – und erwirtschaftete letztes Jahr 26'600 Euro damit. Diese Praxis scheint das Ethik-Verständnis von vielen zu tangieren, wie Kommentare im Internet zeigen.

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