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«Die Knallerei ist schrecklich!»

«Akustische Folter»: Der «Absteller» unter diesem Titel zum Thema Knallerei rund um den 1. August hat zahlreiche Reaktionen ausgelöst.

Sorgt nicht nur für Freude: Feuerwerk kann ganz schön nerven.
Sorgt nicht nur für Freude: Feuerwerk kann ganz schön nerven.
iStock

Silvia Schläpfer aus Bern hat sich im «Forum» über das alljährliche «Gchlepf» vor und während des Nationalfeiertags ausgelassen. Insbesondere ältere und kranke Menschen, aber auch Haustiere würden unter der Knallerei leiden, gab sie zu bedenken. Und: weiter: «Es gehört doch nicht zum Wesen eines Schweizers respektive einer Schweizerin, den Frieden und den Wohlstand im Land mit Lärm und Pulverdampf zu feiern.»

Silvia Schläpfer hat mit ihrem «Absteller» voll ins Schwarze getroffen. Zahlreiche Leserinnen und Leser haben sich beim «Forum» zu Wort gemeldet und sich zum Thema geäussert. Grund­tenor: Die «Chlepferei» nervt, der Lärm ist störend.

«Die Knallerei ist für mich selber und auch wegen der Umweltbelastung extrem störend und für viele in meinem Umfeld ein grosses Ärgernis», schreibt beispielsweise Friedrich Huggler aus Steffisburg. Und schiebt die Frage nach: «Wann endlich wird vor ­allem die private Zündelei ver­boten?»

Auch Silvia Huber aus Urtenen-Schönbühl findet: «Von mir aus könnte man die Knallerei sofort abstellen. Die Tiere leiden sehr darunter.» Dem pflichtet Ursula Keller aus Thun bei: «Es ist höchste Zeit, dass wir mit Feuerwerk zum 1. August aufhören. Zum Wohl der Natur, der Tiere und von uns Menschen.» Und Elisabeth Dähler aus Belp meint klipp und klar: «Die Knallerei ist einfach schrecklich und sinnlos! Und ich begreife nicht, dass der Nationalfeiertag auf eine so lärmige und abschreckende Art und Weise abgehalten werden muss.»

Raketen ohne Knall?

Ältere Menschen, Kleinkinder und Tiere: In vielen Zuschriften wird betont, dass dies die Hauptleidtragenden des Krachs seien. «Für sie ist der 1. August ein qualvoller Tag», schreibt dazu Gerda Lüthi aus Rohrbach. Und wirft die Frage in den Raum: «Warum bringen die Hersteller nicht Raketen ohne Knall auf den Markt?»

Eine weitere Frage kommt von Peter und Johanna Hunziker aus Burgdorf: «Wir verstehen überhaupt nicht, was dieses ‹Gchlepf› mit dem Nationalfeiertag zu tun hat. Soll dies etwa an die Schlacht bei Morgarten oder jene bei Sempach erinnern?»

Beim Stichwort Schlacht wird Rosmarie Gasser aus Gwatt ganz konkret: «Nach dem 1. August sieht der Bonstettenpark jeweils aus wie ein Schlachtfeld. Die ganzen Überbleibsel der sinnlosen Knallerei sind im Park verstreut. Lärm und Gestank der Aktivitäten sind eine Zumutung für Mensch und Tier und übelste Umweltverschmutzung.»

Grundsätzlich legitim

Doch nicht alle, die sich zum ­Thema äusserten, sind gegen lautstarke Feierlichkeiten. So schreibt etwas Konrad Dönier aus Biglen: «Ich finde es grundsätzlich legitim, unseren Nationalfeiertag mit Feuerwerk zu feiern.» Etwas stösst ihm aber sauer auf: «Die Schweiz scheint das einzige Land zu sein, in dem eine solche Feier in gewissen Gemeinden schon einen Tag zuvor abgehalten wird. Das heisst: zwei Tage Feuerwerk – und das muss ganz klar nicht sein.»

Auch für Toni Brunner aus Münchringen ist klar: «Feuerwerk gehört zur 1.-August-Feier.» Jedoch sind «tagelange Knallereien» auch ihm ein Gräuel.

Und Toni Brunner lässt beim Thema Krach und Knallerei ganz allgemein noch ein paar andere Gedanken einfliessen: «Uner­wünscht sind doch ebenfalls Lärm durch Raser, das Zuschlagen von Autotüren, überlaute Musik, Gegröle und Dauer-Hundegebell.» Dinge, die einen das ganze Jahr über stören können – nicht bloss um den 1. August ­herum.

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