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«Gott hat etwas vor mit mir. Er will mich, er ruft mich»

Timo Vocke hatte eine Karriere als Banker vor sich. Doch dann studierte er Theologie. Bald wird er zum katholischen Priester geweiht. Wieso? Und wie geht er mit dem Zölibat um?

Wer will in der heutigen Zeit noch Priester werden? Immer neue Missbrauchsfälle belasten die katholische Kirche, die Gläubigen laufen davon, und nur wenige sind bereit, sich auf dieses Leben mit all seinen Entbehrungen einzulassen: kein Sex, keine Partnerschaft, keine Kinder – das sind Bedingungen, die nicht einfach zu ertragen sind. Doch den 35-jährigen Timo Vocke schrecken sie nicht ab. Am 6. Juni wird er in Rheinfelden zum Priester geweiht.

Es hätte auch anders kommen können mit Timo Vocke. Fast wäre der einstige Banklehrling aus Kronau bei Karlsruhe Banker geworden. Nach der Lehre bei der Sparkasse, zu der ihn die Eltern überredeten, hätte er beinahe Karriere gemacht. Die Bankenwelt gefiel ihm, er besuchte interne Weiterbildungen, sämtliche Türen standen ihm offen.

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