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Höchstes Gebäude Europas feuert Laserstrahlen ab

Drei Jahre lang konnten die Londoner den pyramidenförmigen Wolkenkratzer an der Themse aus dem Boden wachsen sehen – gestern wurde das rund 310 Meter hohe Gebäude mit einer Lasershow eröffnet.

Ein kleiner Schnitt für den Bürgermeister, ein grosser Wurf für London: Boris Johnson eröffnet «The Shard». (1. Februar 2012)
Ein kleiner Schnitt für den Bürgermeister, ein grosser Wurf für London: Boris Johnson eröffnet «The Shard». (1. Februar 2012)
Keystone
Und bereits nutzen erste Besucher die spektakuläre Umgebung für die Inszenierung spezieller Momente: James Episcopou (r., 22) macht seiner Freundin Laura Taylor (22) einen Heiratsantrag. (1. Februar 2013)
Und bereits nutzen erste Besucher die spektakuläre Umgebung für die Inszenierung spezieller Momente: James Episcopou (r., 22) macht seiner Freundin Laura Taylor (22) einen Heiratsantrag. (1. Februar 2013)
Keystone
Könnte dereinst dem Gurken-Turm der Swiss Re die Schow stehlen: The Shard soll 310 Meter hoch werden. (30. März 2012)
Könnte dereinst dem Gurken-Turm der Swiss Re die Schow stehlen: The Shard soll 310 Meter hoch werden. (30. März 2012)
Keystone
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Mit einer schillernden Lichter- und Musikshow ist gestern in London der höchste Wolkenkratzer Europas eingeweiht worden. Tausende Menschen verfolgten, wie Laserstrahlen von der Glas- und Stahlfassade des 310 Meter hohen Gebäudes den Nachthimmel erhellten.

Zur Einweihung spielte das London Philharmonic Orchestra auf. Im Rhythmus der Musik erhellten zwölf Laserstrahler und 30 Spotscheinwerfer vom Shard genannten Gebäude aus die Nacht und zogen eine Lichtspur zu anderen Wahrzeichen der britischen Hauptstadt. Kurz vor der Show war der Turm vom Ministerpräsidenten Katars, Hamad bin Dschassem al-Thani, und dem Sohn von Königin Elizabeth II., Prinz Andrew, offiziell eingeweiht worden.

Das 450 Millionen Pfund (rund 673 Millionen Franken) teure Projekt wurde zu 95 Prozent von Katar finanziert. Prinz Andrew erklärte, er hoffe, der Turm verleihe der Gegend neuen Aufschwung.

Architektonisch nicht abgestimmt

Londons Stadtpräsident Boris Johnson sagte der BBC, das Gebäude sei «ein erstaunliches Stück Architektur». Angesichts der geteilten Meinung der Bürger über den Turm fügte er aber hinzu, dass der Bau von Wolkenkratzern in London «kontrolliert» bleiben müsse.

Das Gebäude soll das «neue Wahrzeichen» der britischen Hauptstadt sein. Der Turm trägt den Namen The Shard (Der Splitter) wegen seiner Ähnlichkeit zu einem Glassplitter.

Das nicht vorhandene architektonische Zusammenspiel mit altehrwürdigen Bauten wie Westminster, der St. Paul's Cathedral oder dem Tower ist der Hauptkritikpunkt an dem Bau. Auch die UNO- Kulturorganisation UNESCO hatte erklärt, das neue Gebäude beeinträchtige die «visuelle Integrität» des Towers.

Wohnungen für 75 Millionen Franken

Insgesamt 95 Stockwerke und eine Aussichtsplattform mit einem 360- Grad-Rundblick über London zählt das Gebäude. In ihm sollen unter anderem ein Fünf-Sterne-Hotel und Luxusrestaurants entstehen sowie zehn Wohnungen, die umgerechnet jeweils rund 75 Millionen Franken kosten sollen. Mit der Fertigstellung des Innenausbaus wird jedoch nicht vor 2013 gerechnet.

Entworfen wurde der Turm vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano, der in ihm «eine kleine vertikale Stadt» für 12'000 Menschen sieht. Die Einweihung wurde bewusst kurz vor die Olympischen Sommerspiele gelegt, zu denen zwei Millionen Besucher aus aller Welt in London erwartet werden.

Im Februar soll der Turm als Touristenattraktion öffnen, Tickets gibt es bereits ab Freitag. Bereits vor der Eröffnung schrieben sich 17'500 Menschen aus aller Welt auf einer Warteliste ein.

Mit 310 Metern überragt der Shard knapp das bislang höchste Gebäude Europas, das in Moskau steht und knapp 302 Meter misst. Vom Weltrekord, dem 828 Meter hohen Burdsch Chalifa in Dubai, ist er aber noch weit entfernt.

SDA/wid

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