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Humorvoller Abschied

Todesanzeigen zeugen von unglaublich viel Witz und Geist in der Schweiz.

Gräber auf dem Stadtfriedhof in Thun. Foto: Patric Spahni
Gräber auf dem Stadtfriedhof in Thun. Foto: Patric Spahni

Ich bin nun in einem Alter, in dem man häufiger Todesanzeigen anschaut. Nachdem ich mein Geburtsjahr mit dem des Verblichenen verglichen habe – sozusagen zur Abmessung der letalen Distanz –, mache ich mich an die Lektüre des kurzen Textes.

Dabei fällt mir immer wieder auf, wie wahnsinnig humorvoll die Menschen, die das Zeitliche gesegnet haben, alle gewesen sein müssen. Ich wusste gar nicht, dass es so viel Witz und Geist in der Schweiz gibt – und schaue mich neugierig im 14er-Tram um, wo weit und breit kein lustiger Mensch auszumachen ist.

Die einzige Erklärung für diese kognitive Dissonanz liegt wohl darin, dass all die ironischen und selbstironischen Menschen, die in den Todesanzeigen vermisst und betrauert werden, eben schon gestorben sind. Die anderen sind alle noch da.

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