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«Radikalen Reden folgen radikale Taten»

Um nicht zu verzweifeln, hat Michal Hvorecký die Welt der Trolle literarisch verarbeitet. Foto: Frank May (Keystone)

Michal Hvorecký, Sie beschreibenin Ihrem jüngsten Roman eine Welt,in der staatlich gelenkte Trolle das Internet ganz unter ihre Kontrolle gebracht und zum Propaganda-instrument umfunktioniert haben. Sieht so unsere Zukunft aus?

Was hat Sie so schockiert?

Sind Sie selbst das Ziel von Troll-Kampagnen?

Wie reagieren Sie darauf?

Fühlen Sie sich durch Hass-Postings bedroht?

«Der Antisemitismus nimmt stark zu. Dabei spielt Facebook eine grosse Rolle.»

Es scheint doch so, als hätte die Polizei die Mörder gefasst?

Ja, wie?

Stehen Trolle immer im Dienst einer staatlichen Macht?

Sie beschreiben im Roman hingegen nicht Fanatiker, sondern Angestellte einer Troll-Fabrik, die Trolling als normalen Job verstehen, mit klaren Arbeitszeiten und Arbeitsvertrag.

Sind Troll-Fabriken ein russisches Phänomen?

Trolle sind ja nicht ein ausschliesslich osteuropäisches Phänomen.

Auch das kennen wir im Westen, spätestens seit den Tweets von US-Präsident Donald Trump.

Machen Sie Facebook für die Trolle verantwortlich?

Facebook sagt, dass es den Algorithmus ändert: weniger Nachrichten, mehr Beiträge von Freunden.

Sie haben damit Erfolg?

Trolling als Wirtschaftsmodell?

Warum sehen Regierungen im Kampf gegen falsche Nachrichten und Hetze im Netz so hilflos aus?

Die Wut der Bürger richtet sich aber gegen die zehn Flüchtlingskinder?

Und diese Bilder sind stärker als jene von unterbezahlten Lehrer.

Wie sollen wir nun mit den Trollen umgehen?