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Auf in die grüne Hölle! Frei von Vernunft!

Wer die 16 Kilometer des 32.Grand Prix von Bern läuft, kämpft gegen schwere Beine, kurzen Atem, schwachen Willen. Aber auch für ein paar Momente federleichter Freiheit. Laufblogger Achim Achilles weiss, wie man ihr am nächsten kommt.

Man muss jetzt einfach weiterlaufen. Die Schlange in sich versunkener Läuferinnen und Läufer am steilen Aargauerstalden, kurz vor der Erlösung.
Man muss jetzt einfach weiterlaufen. Die Schlange in sich versunkener Läuferinnen und Läufer am steilen Aargauerstalden, kurz vor der Erlösung.
Urs Baumann

Es ist, als würde man in einen Tunnel rennen. Kein Wort verliert man normalerweise über diese Passage. Man redet über die fussquälenden Pflastersteine der Altstadt, die erhabene Querung des Bundesplatzes, den atemraubenden Schlussaufstieg am Aargauerstalden. Aber nicht über die grüne Hölle des Dählhölzliwaldes. Dabei ist dieser dunkle Streckenteil illusionsloser, gnadenloser, endloser als alles andere an den schönsten zehn Meilen dieser Welt, wie sich der Grand Prix von Bern gerne nennt. Eine physische und psychische Prüfung. Die härtesten Schritte. Die allerdings auch den Pay-back versprechen, den Läuferinnen und Läufer eigentlich suchen und manchmal bekommen – Erdung und Leichtigkeit für Kopf, Seele, Herz.

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