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Kolumne zum Gender Pay GapLohntransparenz senkt Männerlöhne

Schweizer Unternehmen müssen neu Lohnvergleiche zwischen den Geschlechtern veröffentlichen. Im Ausland hat das die Gleichstellung gefördert – mit unbeabsichtigten Nebenwirkungen.

Transparenz verringert das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern: Teilnehmerinnen am Frauenstreik vom 14. Juni 2020 an der Langstrasse in Zürich.
Transparenz verringert das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern: Teilnehmerinnen am Frauenstreik vom 14. Juni 2020 an der Langstrasse in Zürich.
Foto: Thomas Egli

Seit Juli müssen Arbeitgeber in der Schweiz mit 100 und mehr Angestellten regelmässige Lohngleichheitsanalysen durchführen. Börsenkotierte Firmen sind zudem verpflichtet, das Ergebnis in ihrer Jahresrechnung zu veröffentlichen.

Andere Länder haben schon erste Erfahrungen mit Lohntransparenz-Vorschriften gemacht. In Grossbritannien müssen seit 2018 mehr als 10’000 Unternehmen den «Gender Pay Gap», also den Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern, in Prozent veröffentlichen, ausserdem den Unterschied bei den Bonuszahlungen und die Verteilung der Geschlechter über die Lohnskala. Sanktionen sind keine vorgesehen.

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