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Im Garten des Grauens

Ihr Roman vertraut kühn auf die Bildkraft der Sprache: Michelle Steinbeck bringt einen neuen Ton in die Schweizer Literatur und ist mit ihrem Debüt für den Schweizer Buchpreis nominiert.

Fordert Lesegewohnheiten heraus: Michelle Steinbeck.
Fordert Lesegewohnheiten heraus: Michelle Steinbeck.
Affolter/Savolainen/zvg

Behütete Kindheit sieht anders aus. Im Debüt der 26-jährigen Michelle Steinbeck kräht ein Kind einen Schwall von Beschimpfungen, es peitscht mit einem Ginsterzweig auf sein Bein, Doggen, gross wie Kälber, beissen Ohren ab, und ein Auge kullert über das Kopfsteinpflaster einer stinkenden Stadt, wo gehäutete Schafsköpfe über den Türen hängen und Möwen wie Schimmelflecken über dem Meer aussehen.

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