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Flüchtlinge in GriechenlandMerkel bietet Aufnahme von 1500 Eltern und Kindern an

Nach dem Grossbrand im Flüchtlingslager Moria will Deutschland weitere 1500 Migranten von den griechischen Inseln aufnehmen.

Migrantenkinder aus dem Flüchtlingslager Moria werden nach dem Grossbrand in ein neues Lager umgesiedelt. (12. September 2020)
Migrantenkinder aus dem Flüchtlingslager Moria werden nach dem Grossbrand in ein neues Lager umgesiedelt. (12. September 2020)
Foto: Niels Wenstedt (Getty Images)

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Innenminister Horst Seehofer haben sich darauf verständigt, rund 1500 weitere Migranten von den griechischen Inseln in Deutschland aufzunehmen.

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag von Innenpolitikern erfuhr, handelt es sich um Familien mit Kindern, die in Griechenland bereits als schutzbedürftig anerkannt wurden. Den Angaben zufolge ist der Vorschlag mit der griechischen Regierung bereits besprochen worden.

Ob die Sozialdemokraten dem zustimmen werden, war zunächst noch offen. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hatte gefordert, Deutschland müsse zusätzlich zu den bereits gemachten Hilfsangeboten mehrere Tausend Geflüchtete aus Griechenland aufnehmen. (Lesen Sie auch: Schweiz will 20 unbegleitete Minderjährige aus Moria aufnehmen)

Kein Hilfegesuch, Aufbau eines neuen Lagers

Die griechischen Behörden gehen davon aus, dass das seit Jahren heillos überfüllte Flüchtlingslager Moria vergangene Woche von Migranten angezündet worden war. Zuvor war die Situation dort eskaliert, nachdem mehrere Asylbewerber positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Seehofer hatte am Freitag mitgeteilt, Deutschland werde von insgesamt 400 unbegleiteten Minderjährigen, die aus Griechenland in andere europäische Länder gebracht werden sollen, 100 bis 150 Jugendliche aufnehmen. Zudem betonte er, man wolle dann in einem zweiten Schritt mit Athen über die Aufnahme von Familien mit Kindern sprechen.

Die griechischen Behörden haben – abgesehen von den 400 unbegleiteten Minderjährigen – offiziell bislang nicht um die Aufnahme der nun obdachlos gewordenen Menschen in anderen EU-Staaten nachgesucht. Vielmehr begann man auf Lesbos mit dem Aufbau eines Zeltlagers, in dem die Migranten erst einmal unterkommen sollen.

SDA/oli

59 Kommentare
    Wolfgang Blanck

    Wenn schon Migranten, dann Christen zuerst. Denn bevor man jene aufnimmt, die in ihren Ländern Christen und Kopten das Leben mehr als schwer machen, sie verfolgen, am Glauben hindern, muss die Devise heissen... Nichtmuslime haben Vorrang. Integrationsunwillige Islamverbreiter und Moscheenbauer haben wir genug und wie sie sich aufführen braucht nicht weiter vertieft werden!