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LeserreaktionenMit Kontakt-Tagebüchern gegen Ansteckungen

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem dazu, dass die Contact-Tracer im Kanton Bern am Anschlag sind.

Die Contact-Tracer des Kantons Bern arbeiten am Limit.  Sie kommen mit der Arbeit nicht mehr nach.
Die Contact-Tracer des Kantons Bern arbeiten am Limit. Sie kommen mit der Arbeit nicht mehr nach.
Foto: Raphael Moser

Zum Artikel «Berner Virusdetektive verlieren den Überblick»

Das Effizienteste ist immer noch, wenn jeder, der Symptome hat oder auch ohne Symptome positiv getestet wurde, umgehend seine wichtigsten Kontakte der letzten Tage informiert und sich diese dann in den nächsten Tagen zumindest vorsichtig verhalten, sich die Hände waschen, Abstand halten, Maske tragen und auf den Ausgang, die Chorprobe, den Besuch von Match, Freunden oder Grossmutter für eine Woche verzichten. Man sollte nicht auf den Staat warten, sondern selber Verantwortung übernehmen und intelligent handeln. Onlinekommentar von Fred Niederer

Ich plädiere für freiwillige Kontakt-Tagebücher. Es kann doch nicht sein, dass man sich in dieser Lage nicht erinnern kann, wann man in der letzten Woche wo war. Achtsamkeit ist jetzt angebracht. Wer es sich nicht merken kann, soll es sich doch aufschreiben. Onlinekommentar von Marianne Wälchli

Die Medienstelle der Gesundheitsdirektion sagt, dass es keine definierten Prozesse gebe. Was hat sie in den letzten sechs Monaten gemacht? Ein Skandal sondergleichen, das strafrechtliche Konsequenzen haben sollte. Onlinekommentar von Markus Vogel

Zum Artikel «Freispruch im Prozess um Wahlbetrug»

Bei der Abstimmung über die Kantonszugehörigkeit Moutiers geht es um Grundsätzliches. Solche Lappalien wegen einem halben Dutzend Personen werden aber gerne hochgepusht, um damit von den tief verankerten Konflikten abzulenken. Selbst wenn die Zugehörigkeit Moutiers geklärt ist, wird es weiterhin in vielerlei Belangen Unterschiede in der Denkweise der Kantonszugehörigkeit geben. Die Einrichtung eines steten Mediationsforums könnte zum friedlichen Miteinander beitragen. Onlinekommentar von Jörg Kramer

Zum Kommentar «Der Entscheid der Berner Regierung ist unverhältnismässig»

Die Kritik, sei es von Politikern, Sportverbänden oder vom Chefredaktor dieser Zeitung, dass die beschlossenen Massnahmen im Kanton Bern unverhältnismässig seien, verstehe ich nicht. Die einmal mehr unqualifizierte Aussage des BAG, dass sich die meisten Personen in der Familie anstecken, hat der Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg (SVP), gut ergänzt: Bei über 50 Prozent der Fälle ist der Ort der Ansteckung unbekannt, der Virus wird erst dann in die Familie hineingetragen - höchstwahrscheinlich auch nach solchen Grossanlässen. Die Sportverbände sind einfach nicht systemrelevant. Es geht jetzt um viel mehr. Nämlich darum, einen zweiten drastischen, nationalen Lockdown zu verhindern. Und davon ist die Schweiz trotz allen Beteuerungen nicht mehr weit entfernt. Ueli Mosimann, Utzigen

Zum Artikel «Oberste Maxime: Keine Rückkehr zum Fernunterricht»

Die Lehrerinnen und Lehrer haben im März mit grossem Engagement innerhalb kurzer Zeit auf Fernunterricht umgestellt. Die Herausforderungen bleiben, aber damit sind die Lehrkräfte bei Weitem nicht die Einzigen. In fast allen Branchen benötigt es Corona-bedingt einen erheblichen Mehraufwand, wobei viele Personen zusätzlich finanzielle und existenzielle Schwierigkeiten zu bewältigen haben. Die Schule wird mit der Unterstützung von Studierenden die aktuelle Situation meistern. Was nicht mehr geht, ist eine Umstellung auf Fernunterricht. Dabei geht es nicht nur um unterschiedliche Voraussetzungen zu Hause, sondern um die aus meiner Sicht mindestens so wichtigen sozialen Kontakte. Die älteren Schülerinnen und Gymnasiasten zeigen sehr viel Flexibilität und tragen die Masken während des ganzen Schultages. Dies tun sie nicht zuletzt auch für uns Ältere und das gilt es zu anerkennen. Onlinekommentar von Reto Bari