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Kirchenzentrum in SpiezNach 45 Jahren: Sanierung steht bevor

Am 1974 eröffneten und 1994 unter Schutz gestellten katholischen Kirchenzentrum stehen längst fällige Sanierungsarbeiten an.

Das Kirchenzentrum von der Belvédèrestrasse aus gesehen: Die Einfahrt wird saniert, die Steine des Hügels durch Begrünung ersetzt und die Holzfassade ausgewechselt. Vorläufig unbehandelt bleiben die verfärbten Fassadenteile.
Das Kirchenzentrum von der Belvédèrestrasse aus gesehen: Die Einfahrt wird saniert, die Steine des Hügels durch Begrünung ersetzt und die Holzfassade ausgewechselt. Vorläufig unbehandelt bleiben die verfärbten Fassadenteile.
Foto: Guido Lauper

«Beton, Kupfer und Holz in ihrer Urform», so etwa hatten die Absichten des Architekten Justus Dahinden gelautet, nach dessen Plänen das Kirchenzentrum Bruder Klaus 1973/74 erbaut und eingeweiht worden war. Nebst anderen grösseren Instandstellungen wurden 1994 die Betonfassaden saniert und das Zentrum unter Denkmalschutz gestellt.

Gemäss Baugesuch sind im Sommer erneut Sanierungen an der Fassade geplant. Dazu wird die Zufahrt zu den Kellerräumen an der Nordseite saniert und der «Schildkrötenhügel» (wegen seiner Form und Struktur von Kindern so getauft) umgestaltet, wie er ursprünglich geplant war; aus Kostengründen wurde er dann in Verbundsteinen erstellt.

«Die Zufahrt zum Untergeschoss des Zentrums und somit auch zu den öffentlichen Schutzräumen der Gemeinde ist längst fällig», bestätigt Bernhard Brantschen, Liegenschaftsverantwortlicher der Kirchgemeinde. «Dabei verlegen wir auch eine Sauberwasserzuleitung Richtung Belvédèrestrasse, um später einen Anschluss am Rüttiweg ausführen zu können», ergänzt er. Für die Öffentlichkeit am auffälligsten wird im von der Bühler Architekten AG und der Weber + Brönnimann AG verfassten Projekt der steinerne Hügel durch Grünzonen ersetzt und mit einer Treppe ergänzt. Die vielstämmige Ulme zwischen Einfahrt und Belvédèrestrasse sei krank und müsse entfernt werden, sagt Bernhard Brantschen.

Verfärbungen vermeiden

Ersetzt werden laut Brantschen die grossen und weither sichtbaren Holzfassaden auf der Nord- und Nordostseite. Zusätzlich seien darunter Isolationen vorgesehen, ohne das äussere Erscheinungsbild zu verändern. Im Beton hätten sich erneut Risse und Abblätterungen gezeigt, die aus Sicherheitsgründen repariert werden müssten. Wobei der Beton nur lasiert, nicht aber bemalt wird, um Verfärbungen wie bei früheren Sanierungen zu vermeiden. Der im Baugesuch aufgeführte teilweise Fensterersatz ist später, aber innerhalb der üblichen Baubewilligungszeit vorgesehen. Die Nutzung des Kirchenzentrums bleibt während der Sanierungsarbeiten aufrechterhalten.

Für die Umgebungskosten von 157’400 Franken und die Kanalisation von 62’500 Franken bewilligte die Kirchgemeinde einen Kredit von 230’000 Franken, für die Fassadensanierung nochmals 210’000 Franken. Die Sanierungsbeträge sind laut Brantschen Teil eines zehnjährigen Investitionsprogramms und können aus Eigenmitteln finanziert werden. Beiträge der Denkmalpflege, die das Bauprogramm aufmerksam begleitet, sind Teil laufender Verhandlungen.