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Neue StrategieNestlé will sein Wassergeschäft in Nordamerika loswerden

CO2-neutral und eine neue US-Strategie: Der Schweizer Lebensmittelkonzern will nachhaltiger werden und stellt einige Quellwassermarken auf den Prüfstand.

Nestlé will sein Wassergeschäft überdenken. Im Bild: Firmenchef Ulf Mark Schneider.
Nestlé will sein Wassergeschäft überdenken. Im Bild: Firmenchef Ulf Mark Schneider.
Foto: Laurent Gillieron/Keystone

Nestlé prüft den Verkauf des Wassergeschäfts in Nordamerika. Der Lebensmittelkonzern will seine strategische Richtung im Geschäft mit Wasser insgesamt neu ausrichten.

In Zukunft soll der Fokus auf den internationalen Marken, Premium-Mineralwasser sowie Wasser mit gesundheitsfördernden Zusätzen liegen. Für das Wassergeschäft in Nordamerika sollen strategische Optionen geprüft werden.

Das beinhalte auch einen möglichen Verkauf für die Mehrheit des Geschäfts in der Region, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstagabend hiess. Ohne die internationalen Marken habe dieser Bereich 2019 einen Umsatz von rund 3,4 Milliarden Franken erzielt. Das gesamte Wassergeschäft erwirtschaftete 7,8 Milliarden Franken.

CO2-neutral bis 2025

Zu den auf dem Prüfstand stehenden Aktivitäten zählen regionale US-Quellwassermarken, der Getränkelieferservice ReadyRefresh und die Marke Nestlé Pure Life. Dieses Geschäft befinde sich ausserhalb der neuen Ausrichtung, hiess es weiter. Die Prüfung der Optionen soll bis Anfang nächsten Jahres abgeschlossen werden.

Soll ausgebaut werden: Die Wassermarke Pure Life.
Soll ausgebaut werden: Die Wassermarke Pure Life.
Foto: Laurent Gillieron/Keystone

In den USA und weltweit setze man voll auf das weitere Wachstum der Marken Perrier, S.Pellegrino und Acqua Panna, schrieb der Konzern weiter. Auch Pure Life solle weltweit weiter ausgebaut werden, ebenso Produkte wie funktionelles Wasser mit gesundheitsfördernden Zusätzen.

Der Konzern will zudem bis 2025 das gesamte Wasserportfolio CO2-neutral ausrichten und die entsprechenden Wassereinzugsgebiete regenerieren. Das sei Teil der selbstauferlegten neuen Nachhaltigkeitsverpflichtungen.

SDA

6 Kommentare
    C. von Waldkirch

    Wie kommt es, dass Nestlé gerade jetzt den Wasserhandel los werden will und von seinen menschenfreundlichen Taten im Kaffeegeschäft einen sponsored Beitag gezahlt? Nenei, Nestlé hat nicht Angst vor der Konzernveranwortungssinitiative. Deshalb ist diese dringend nötig.