Loubegaffer: Prominente Pyromanen

Die Loubegaffer schauen hin, hören zu und rapportieren, was unter den Berner Lauben zu reden gibt.

Eine von drei Gwundernase: SVP-Stadtrat Ueli Jaisli.

Eine von drei Gwundernase: SVP-Stadtrat Ueli Jaisli.

(Bild: PD)

Ein Spitalbesuch ist in der Regel nichts Spassiges. Vor einigen Wochen wären die Loubegaffer aber gerne im Berner Salem-Spital gewesen. Der Grund: King Roger war auch da! Ja, unser Jahrhundert-Tennisspieler Roger Federer war für eine Untersuchung im Spital angemeldet. Obwohl sein Spitalbesuch harmlos war, waren die Verantwortlichen nervös. Alles war streng geheim. Sie machten aber die Rechnung nicht mit Roger Federer. Weil er kurz auf seinen Termin warten musste, trank er seelenruhig einen Kaffee im spitaleigenen Café und verhielt sich wie ein normaler Mensch. Typisch Roger Federer eben.

Ob Mykonos-Party im Kursaal oder Silvester-Sause im Hotel Schweizerhof Bern: Wenn es ums Organisieren grosser Partys mit viel Prominenz geht, ist Remo Neuhaus in Bern immer an vorderster Front dabei. Nun haben die Loubegaffer erfahren, dass der frühere Inhaber der In-Lokale Du Théâtre und Lorenzini und heutige Fotograf und Unternehmer die offizielle Swiss-E-Prix-After-Race-Party am Abend des 22. Juni veranstalten wird. Neuhaus hat von der Swiss E-Prix Operations AG, der Veranstalterin des Berner Formel-E-Rennens, den entsprechenden Auftrag erhalten. Der Event findet im Kornhauskeller statt. Zum Line-up kann Remo Neuhaus noch nichts sagen. Sicher ist jedoch, dass sämtliche Formel-E-Fahrer, darunter auch die Schweizer Piloten Sebastien Buemi und Edoardo Mortara, der am vergangenen Wochenende den E-Prix in Hongkong gewonnen hat, dabei sein werden.

Hopp Breitenrain, hu! Dieser legendäre Fangesang von Ur-FC-Breitenrainler Max Haller wurde kürzlich an der Feier zum 25-Jahr-Jubiläum des FC Breitenrain mehrfach gesungen – oder gerufen. Am Fest in Wittigkofen (die Loubegaffer fragen sich, warum es nicht im Breitsch stattfand) trat neben Haller auch Musiker Housi Wittlin mit seiner Tochter und Sängerin Jenny auf.

An der Breitenrain-Feier sprach ausserdem Stapi Alec von Graffenried. Er berichtete von der von Hand geschriebenen, ausgesprochen freundlich formulierten Einladung von Donatorenpräsident Max Haller. Nach einigen Worten zum Kult-Quartierverein und zum Sportplatz Spitz referierte AvG über Fusionen, zumal der FC Breitenrain vor 25 Jahren aus dem FC Minerva und dem FC Zähringia entstand.

«Mit der Fusion wurde aus zwei serbelnden Vereinen ein erfolgreicher Verein», sagte von Graffenried. Warum? «Weil Fusionen Kräfte frei machen.» Der Stapi spielte sich so gleich selber einen Steilpass und wurde politisch: «Sie wissen, dass ich mich als Stadtpräsident auch für die Fusion der Stadt Bern mit Nachbargemeinden einsetze. Weshalb? Weil ich glaube, dass auch die Gemeinden von einer Bündelung der Kräfte profitieren könnten. Weil ich überzeugt bin, dass uns nur die Zusammenarbeit weiterbringt und Probleme nur gemeinschaftlich gelöst werden können.»

Die Loubegaffer staunen immer wieder, über welche künstlerischen Talente die Stadträtinnen und Stadträte verfügen. Erinnert sei da an die Band Fraktionszwang, der ehemalige und aktive Mitglieder des Stadtrats angehören. Von den aktiven Stadträten spielen derzeit FDP-Fraktionschef Bernhard Eicher am Keyboard und SP-Vertreterin Patrizia Mordini an der Gitarre in der Band. An der Fasnacht entdeckten die Loubegaffer nun die Qualitäten von SVP-Stadtrat Ueli Jaisli als Schnitzelbänkler.

Mit der dreiköpfigen Truppe Gwundernase nahm er in Versen, die sich meist gekonnt reimten, Politentscheide aufs Korn. So zum Beispiel die Velooffensive der Stadt oder die Zürcher – die «Siebesieche» –, die nicht mehr wollen, dass die Radionachrichten der SRG aus Bern kommen. Im Della Casa amüsierten sich der zweite Stadtratsvizepräsident Kurt Rüegsegger und Fraktionschef Alexander Feuz köstlich über die Verse ihres Parteikollegen.

stadtbern@bernerzeitung.ch

Die Loubegaffer

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