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Bringt Facebook, Twitter und Youtube vor Gericht

Der Neonazi von Halle streamte sein Attentat live ins Internet. Die Tech-Giganten müssen dafür endlich zur Verantwortung gezogen werden.

«Brutale Gewalttäter und politische Spinner finden in den sozialen Medien auf gefährliche Art und Weise zusammen», schreibt Autor Andres Kunz. Illustration: Kornel Stadler

«Brutale Gewalttäter und politische Spinner finden in den sozialen Medien auf gefährliche Art und Weise zusammen», schreibt Autor Andres Kunz. Illustration: Kornel Stadler

Andreas Kunz@sonntagszeitung

36 elende Minuten dauert das Video, das der Attentäter von Halle live ins Internet streamte. Per Stirnkamera filmt er seine Jagd auf Juden, Passanten und die Gäste eines Kebab-Ladens – und kommentiert dazu für ein weltweites Publikum auf Deutsch wie Englisch. Vorbild war der Attentäter aus dem neuseeländischen Christchurch, der im Frühjahr in zwei Moscheen fünfzig Menschen ermordete und sich genauso inszenierte – live und exklusiv fürs Netz.

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