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Bundesratswahlen: Cassis wünscht sich zwei Frauen

Der Tessiner ist für ein Gleichgewicht der Geschlechter. Ein allfälliger Departementswechsel wäre für ihn eine «Frustration».

Favorisiert «absolut» eine Frauenwahl: FDP-Bundesrat Ignazio Cassis.
Favorisiert «absolut» eine Frauenwahl: FDP-Bundesrat Ignazio Cassis.
Keystone

Nach Ansicht von Bundesrat Ignazio Cassis sollen zwei Frauen als Nachfolgerinnen für Doris Leuthard (CVP) und Johann Schneider-Ammann (FDP) in die Landesregierung gewählt werden. Er favorisiere «absolut» eine Frauenwahl, sagte er im Interview mit «Le Matin Dimanche».

Insgesamt treten zur Ersatzwahl im Dezember vier Frauen an, drei von der CVP und eine von der FDP. «Generell ist es in allen Entscheidungsgremien besser, ein Gleichgewicht zwischen Männern und Frauen zu haben», erklärte der Aussenminister. Zugleich betonte der Tessiner, dass es Sache des Parlaments sei, zu entscheiden. «Ich weiss, dass das Geschlecht nicht das einzige Kriterium ist, das zählt.»

Die Urner CVP-Regierungsrätin Heidi Z'graggen (52) bringt mit 14 Jahren im Amt viel Exekutiverfahrung mit. Sie hat sich im Natur- und Heimatschutz einen Namen gemacht, gehört aber eher zum konservativen Flügel der CVP. Auch ist sie die einzige der möglichen CVP-Kandidaten, die über kein Mandat im Bundeshaus verfügt.
Die Urner CVP-Regierungsrätin Heidi Z'graggen (52) bringt mit 14 Jahren im Amt viel Exekutiverfahrung mit. Sie hat sich im Natur- und Heimatschutz einen Namen gemacht, gehört aber eher zum konservativen Flügel der CVP. Auch ist sie die einzige der möglichen CVP-Kandidaten, die über kein Mandat im Bundeshaus verfügt.
Geri Holdener, Keystone
Mit dem Zuger Ständerat Peter Hegglin kandidiert bereits ein Zentralschweizer: Hier an einer Medienkonferenz der Schweizer Milchproduzenten in Bern. (15. Oktober 2018)
Mit dem Zuger Ständerat Peter Hegglin kandidiert bereits ein Zentralschweizer: Hier an einer Medienkonferenz der Schweizer Milchproduzenten in Bern. (15. Oktober 2018)
Peter Klaunzer, Keystone
Der St. Galler Regierungsrat Benedikt Würth verzichtet ebenfalls auf eine Kandidatur.
Der St. Galler Regierungsrat Benedikt Würth verzichtet ebenfalls auf eine Kandidatur.
Anthony Anex, Keystone
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Ein Departementswechsel wäre für den amtsjüngsten Bundesrat eine «Frustration». «Ich habe in diesem Jahr so viel in Emotionen, Überlegungen und Strategien investiert», dass «das Verlassen des Departements jetzt ein schreckliches Signal für meine Mitarbeiter wäre», sagte der 57-Jährige.

Showdown am 16. November

Um die Nachfolge von Verkehrsministerin Doris Leuthard sind vier Politiker im Rennen. Es handelt sich um die Nationalrätinnen Viola Amherd (VS) und Elisabeth Schneider-Schneiter (BL), Ständerat Peter Hegglin (ZG) und die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen. Die CVP-Fraktion wird am 16. November über die Anzahl der Kandidaten entscheiden, die sie der Bundesversammlung vorschlagen wird.

Bei der FDP bewerben sich bislang drei Kandidaten um die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann: die St. Galler Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter, der Schaffhauser Regierungspräsident Christian Amsler und der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki.

Die FDP entscheidet am 9. November und gibt eine Empfehlung an ihre Fraktion ab. Diese wird am 16. November die Kandidaten offiziell ernennen, die der Bundesversammlung vorgeschlagen werden sollen. Die Bundesratswahlen finden am 5. Dezember statt.

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