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Die Aare vor der Linse

Simon Stähli aus Bremgarten fotografiert seit vier Jahren das gleiche Sujet: die Aare. Das Resultat ist eine farbliche Chronik des Flusses.

Stetiger Beobachter: Simon Stähli an der Aare.
Stetiger Beobachter: Simon Stähli an der Aare.
Xin Zhang/zvg

An diesem Tag im Spätsommer gleicht die Aare einer alten Flasche, die man aus dem Keller geholt, geschrubbt und zum Trocknen in die Sonne gestellt hat. Tiefgrün und träge fliesst sie unter der Felsenaubrücke hindurch und wirft das Sonnenlicht zurück.

Im Haus, das der Brücke am nächsten steht, sitzt Simon Stähli am Wohnzimmertisch. Sieht er aus dem Fenster, hat er die Aare immer im Blick – und im Sucher. Simon Stähli ist Künstler, Fotograf und Lehrer für Fotografie an der Schule für Gestaltung Bern. Vor vier Jahren hat der 43-Jährige die Aare zum ersten Mal so fotografiert, wie er das seither täglich macht. Seine Bilder sehen dabei immer ähnlich aus, viel Wasser und ein Brückengeländer oder ein Brückenpfeiler als farbliche Referenz. Diese benötigt Simon Stähli, weil er aus den Bildern jeweils die Farbe der Aare bestimmt.

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