Nackte Hintern und die Zebrahosen des Fraktionschefs

Die Grünen stehen der SP vor der Sonne, bei der BDP ist es langweilig, und in Basel und Zürich setzt man auf Sex im Wahlkampf: Willkommen im Politbüro!

Philipp Loser und Raphaela Birrer besprechen im Politbüro die Irrungen und Wirrungen der eidgenössischen Wahlen. (Video: Nicolas Fäs, Anthony Ackermann)

Greta ist auch in der heissen Wahlkampfphase in der Schweiz die viel zitierte Reizfigur der Rechten. Doch nicht nur Vertreter der SVP provozieren mit ihren Sujets. In Zürich setzen die Jungen Grünliberalen auf eine explizite Sprache, und in Basel ist viel nackte Haut auf den Plakaten zu sehen. Dort posiert nicht die Kandidatin selber nackt, sondern ihr Partner. Was die nudistische Botschaft hinter den Plakaten von CVP-Frau Andrea Knellwolf sein soll: Wir wissen es nicht.

Gelungener ist da der gelb-schwarze Slogan der BDP: Die Partei setzt auf Selbstironie und betont ihre konstruktive Mitte-Politik. Unsere Analyse zur Ausgangslage in den Kantonen prognostiziert der BDP allerdings – um in ihrer Sprache zu bleiben – einen langweiligen, aber nicht so guten Wahlsonntag am 20. Oktober. Sie droht bis zu vier ihrer sieben Sitze im Nationalrat zu verlieren. Der anderen klassischen Mitte-Kraft, der CVP, könnte es demnach ähnlich ergehen: Sie hat in gewissen Kantonen zwar Gewinnpotenzial, könnte aber in der Summe bis zu sechs Sitze in der grossen Kammer einbüssen.

Auch für die SVP sieht es gemäss Analyse nicht gut aus: Sie könnte bis zu neun Sitze verlieren und den grössten Teil ihrer Gewinne bei den letzten Wahlen 2015 wieder abgeben. Damit dürfte die SVP-Guerilla-Aktion im Wahlkampfvideo definitiv Fiktion bleiben – trotz Thomas Aeschis beherztem Einsatz im Bällebad (mit Zebrahosen).

Deutlich zeigt sich auch, dass die Grünen und je nach Kanton die Grünliberalen das Potenzial der SP beschränken. Die Sozialdemokraten werden stagnieren, während beide grünen Kräfte kräftig zulegen dürften.

Über Plakate, Prognosen und Parteienpotenzial diskutieren Philipp Loser und Raphaela Birrer im Politbüro, dem Tamedia-Talk zu den eidgenössischen Wahlen vom Oktober.

thunertagblatt.ch/Newsnetz

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