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Klinikpersonal von Bellelay protestiert gegen Abbaupläne

In der Psychiatrischen Klinik von Bellelay im Berner Jura hat am Mittwochmittag erneut eine Protestaktion gegen Sparmassnahmen in der Psychiatrie stattgefunden.

Gegen die geplanten Sparmassnahmen in der Psychiatrischen Klinik von Bellelay protestierten am Donnerstag rund 100 Angestellte.
Gegen die geplanten Sparmassnahmen in der Psychiatrischen Klinik von Bellelay protestierten am Donnerstag rund 100 Angestellte.
zvg

Am Mittwochnachmittag legten in der Psychiatrischen Klinik von Bellelay im Berner Jura gegen hundert Personen - ausserhalb ihrer eigentlichen Arbeitszeit und gestaffelt - symbolisch ihre Arbeit nieder. Damit protestierten sie gegen Sparmassnahmen.

Die Teilnehmerzahl entsprach nicht ganz den Erwartungen des Verbands des Personals öffentlicher Dienste (VPOD), wie Regionalsekretär Thomas Sauvain auf Anfrage sagte. Gewisse Klinikangestellte hätten wohl Angst gehabt, an der Aktion teilzunehmen, so Sauvain.

Der Aktion vom Mittwoch waren schon mehrere Aktionen des Personals der Psychiatrischen Dienste Biel-Seeland-Berner Jura (PDBBJ) vorausgegangen, zu denen die Klinik von Bellelay gehört. So wurden etwa Transparente und weisse Kittel beim Eingang der Klinik Bellelay aufgehängt.

Petition lanciert

Das Personal der PDBBJ hat auch eine Petition für den Erhalt einer qualitativ hochstehenden und gut zugänglichen Psychiatrie in der Region lanciert. Laut Sauvain haben bereits 2000 Personen diese Petition unterzeichnet. Am 16. November soll sie anlässlich der Novembersession des bernischen Grossen Rats den Behörden übergeben werden.

VPOD geht von 60 Stellen weniger aus

Ab 2017 sollen im Kanton Bern die Psychiatrischen Dienste ausschliesslich über Leistungsverträge finanziert werden, wie dies heute bereits für die Spitäler der Fall ist. Die drei psychiatrischen Zentren in Bern, Münsingen und Bellelay sollen ihre Budgets bis 2017 um 34,5 Millionen Franken verbessern.

Der VPOD geht davon aus, dass diese Vorgabe für den PDBBJ den Verlust von 60 ihrer heute 300 Stellen bis 2017 bedeutet. Während die Politik von einer Auslagerung der Psychiatrie spricht, betrachten dies Berufsorganisationen als Privatisierung.

SDA/mib

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