Der SC Bern unterliegt auch Lausanne

Der SCB verliert zum vierten Mal hintereinander. Zu Hause müssen sich die Berner gegen Lausanne 2:5 geschlagen geben.

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Der Meister schlittert ungebremst in die Krise. In der 3. Minute geriet Bern gegen Lausanne in Rückstand; Tyler Moy konnte völlig freistehend einschiessen. Keine drei Minuten später erhöhte Benjamin Antonietti nach einem groben Schnitzer Niklas Schlegels in Unterzahl auf 2:0 für die Gäste, worauf Goalie Schlegels Arbeitstag schon zu Ende war. Und kurz nach der Hälfte des ersten Drittels war auch Pascal Caminada bezwungen - 0:3. Patrik Laine erlebte den miserablen Start seiner temporären Trainingskollegen nicht mit; der finnische NHL-Star war abgereist, als er sich mit den Winnipeg Jets über einen 2-Jahres-Vertrag geeinigt hatte.

Ramon Untersander brachte mit einem Weitschuss für die Berner noch vor der ersten Pause die Hoffnung zurück. Und im zweiten Drittel entwickelten die Einheimischen viel Druck und wurden mit dem 2:3 durch Calle Andersson belohnt, der Tobias Stephan in Überzahl aus der Ferne bezwang. Doch richtig spannend wurde es nicht mehr, weil Ronald Kenins nach einer Dreiviertelstunde eine Strafe gegen Vincent Praplan ausnutzte. Das 2:4 war gleichbedeutend mit der vierten Niederlage in Folge für den SCB, der letztlich 2:5 unterlag. Eine solche Negativserie hat er seit dem Amtsantritt Kari Jalonens im Sommer 2016 erst einmal erlebt. (ädu)

ZSC-Offensive brilliert in Langnau

Im vierten Anlauf schafften die ZSC Lions den ersten Auswärtserfolg, siegten sie in Langnau 6:4. Die Weichen stellten sie im Mittelabschnitt, als sie durch Suter (26.) und Trutmann (28.) auf 3:1 davonzogen. So bremsten sie den Schwung der Langnauer, die zuvor spielbestimmend gewesen waren, sie immer wieder in der eigenen Zone eingeschnürt hatten. Und diesmal konnten sie im Finish keinen Zweitore-Vorsprung mehr preisgeben, weil sie 6:2 führten. Zwei späte Tore liessen sie dann doch noch zu, durch Kuonen, doch das änderte nichts mehr am Ausgang des Spiels.

Die Tigers erlitten damit die dritte Niederlage in Serie, nachdem Coach Heinz Ehlers vor Wochenfrist nach einem 5:3 gegen den EV Zug vom besten Langnauer Spiel in seiner inzwischen vierjährigen Ära gesprochen hatte. Gegen die ZSC Lions machten die Emmentaler, nachdem sie schwungvoll gestartet waren, schlicht zu viele Fehler. Und Ciaccio war im Tor auch nicht der gewünschte Rückhalt. Die Zürcher hingegen durften sich über ihren torreichsten Auftritt in der noch jungen Saison freuen. (sg.)

Servette neuer Leader

Servette hat sich mit dem 5. Sieg in Folge an die Tabellenspitze gespielt. Die Genfer gewannen in Lugano 2:1 nach Verlängerung, obwohl sie zu Beginn Mühe bekundeten. Die Tessiner starteten furios, gingen bereits nach 3 Minuten in Führung und machten auch in der Folge so Druck, dass Servette-Trainer Emond bereits nach 6 Minuten sein Timeout nahm. Der Ausgleich gelang Jéremy Wick in der 38. Minute in Unterzahl. Lugano gelang aber trotz 35:17 Schüssen kein weiteres Tor, so traf Eric Fehr in der Verlängerung zum Genfer Sieg. (abb)

Ambri dreht Spiel gegen Biel

Nach einem miserablen Saisonstart scheint sich Ambri gefangen zu haben. Nach dem 2:0 am Dienstag gegen die SCL Tigers gewannen die Leventiner auch gegen den EHC Biel. Nach einem 0:1-Rückstand drehte das Team von Luca Cereda die Partie und siegte 3:1. Biel, mit Elien Paupe im Tor, ging durch Yannick Rathgeb in Führung (33.). Im Schlussdrittel setzte Ambri zu einem Sturmlauf an. Fabio Hofer, der auf die nächste Saison zu den Seeländern wechselt, erzielte in der 41. Minute den Ausgleich. Drei Minuten später gelang Nick Plastino der Führungstreffer. Noele Trisconi machte mit dem 3:1 in der 51. Minute alles klar. Während Biel die erste Niederlage nach 60 Minuten kassierte und die Tabellenführung abgeben musste, machte Ambri einen Sprung auf den 8. Platz. (rom)


Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

Die Sendung ist zu hören auf Spotify sowie auf Apple Podcast. Oder direkt hier:

SCL Tigers - ZSC Lions 4:6 (1:1, 0:2, 3:3)

5407 Zuschauer. – SR Hebeisen/Kaukokari, Progin/Gnemmi.

Tore: 16. Hollenstein (Geering) 0:1 (Eigentor Erni). 20. (19:41) DiDomenico (Pesonen) 1:1. 26. Suter (Wick, Roe) 1:2. 28. Trutmann (Bodenmann) 1:3. 46. Noreau (Ausschlüsse Schmutz, Cadonau) 1:4. 49. Maxwell (DiDomenico) 2:4. 50. Roe (Suter) 2:5. 53. Suter 2:6. 57. Kuonen (Diem, Pesonen) 3:6. 60. (59:35) DiDomenico 4:6. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers, 2mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions. – PostFinance-Topskorer: Pesonen; Roe.

SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Leeger; Lardi, Erni; Schilt, Blaser; Cadonau; Kuonen, Maxwell, Neukom; DiDomenico, Berger, Pesonen; Schmutz, Earl, Rüegsegger; Andersons, Diem, Sturny.

ZSC Lions: Flüeler; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Sutter; Suter, Roe, Wick; Chris Baltisberger, Prassl, Pettersson; Hollenstein, Diem, Bodenmann; Simic, Schäppi, Pedretti.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Gagnon (überzähliger Ausländer), In-Albon und Dostoinow, ZSC Lions ohne Blindenbacher, Krüger und Nilsson (alle verletzt). Timeout ZSC Lions (46.)

Bern - Lausanne 2:5 (1:3, 1:0, 0:2)

15'699 Zuschauer. – SR Stricker/Tscherrig, Fuchs/Wolf.

Tore: 3. Moy (Emmerton, Almond) 0:1. 6. Antonietti (Froidevaux/Ausschluss Vermin!) 0:2. 11. Genazzi (Frick/Ausschluss Colin Gerber) 0:3. 14. Untersander (Blum, Rüfenacht) 1:3. 33. Andersson (Arcobello, Ebbett/Ausschluss Stephan) 2:3. 46. Kenins (Bertschy, Genazzi/Ausschluss Praplan) 2:4. 60. (59:36) Jeffrey (Vermin) 2:4 (ins leere Tor). – Strafen: je 4mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Arcobello; Almond.

Bern: Schlegel (6. Caminada); Burren, Koivisto; Andersson, Beat Gerber; Untersander, Blum; Krueger, Colin Gerber; Sciaroni, Mursak, Scherwey; Praplan, Ebbett, Pestoni; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Grassi, Heim, Berger.

Lausanne: Stephan; Lindbohm, Frick; Nodari, Grossmann; Heldner, Junland; Genazzi; Moy, Emmerton, Almond; Bertschy, Jooris, Herren; Vermin, Jeffrey, Kenins; Antonietti, Froidevaux, Leone; Traber.

Bemerkungen: Bern ohne Kämpf (verletzt). Bern von 57:32 bis 58:42 und von 58:48 bis 59:36 ohne Torhüter.

Lugano - Genf-Servette 1:2 (1:0, 0:1, 0:0, 0:1) n.V.

5589 Zuschauer. – SR Wiegand/Urban, Kaderli/Altmann.

Tore: 3. Romanenghi (Suri) 1:0. 39. Wick (Rod, Maurer/Ausschluss Fehr!) 1:1. 64. Fehr (Douay) 1:2. – Strafen je 2mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Fazzini; Wingels.

Lugano: Zurkirchen; Ohtamaa, Chorney; Loeffel, Vauclair; Chiesa, Jecker; Riva; Klasen, Lajunen, Zangger; Fazzini, Romanenghi, Suri; Bürgler, Sannitz, Bertaggia; Jörg, Walker, Lammer.

Genf-Servette: Descloux; Karrer, Maurer; Jacquemet, Olsson; Mercier, Le Coultre; Smons; Wingels, Smirnovs, Winnik; Maillard, Fehr, Rod; Wick, Richard, Miranda; Bozon, Berthon, Douay.

Bemerkungen: Lugano ohne Morini (verletzt) und Spooner (überzähliger Ausländer), Genf-Servette ohne Tömmernes, Kast, Antonietti, Völlmin und Fritsche (alle verletzt). - NL-Debüt von Jens Olsson (SWE/Genf-Servette).

Ambri-Piotta - Biel 3:1 (0:0, 0:1, 3:0)

4493 Zuschauer. – SR Lemelin/Borga, Balazs/Cattaneo.

Tore: 33. Rathgeb (Rajala) 0:1. 41 (40:43) Hofer (Fora, Zwerger/Ausschluss Cunti) 1:1. 44. Plastino (Fora, Trisconi) 2:1. 51. Trisconi (Zwerger) 3:1. - Strafen: 5mal 2 plus 10 Minuten (Dotti) gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 plus 10 Minuten (Cunti) gegen Biel. – PostFinance-Topskorer: D'Agostini; Rajala.

Ambri-Piotta: Manzato; Fora, Dotti; Fohrler, Ngoy; Fischer, Plastino; Pinana; Trisconi, Goi, Bianchi; Sabolic, Müller, Zwerger; D'Agostini, Flynn, Hofer; Kneubühler, Dal Pian, Joël Neuenschwander; Incir.

Biel: Paupe; Moser, Kreis; Rathgeb, Forster; Fey, Salmela; Sataric, Kohler; Künzle, Pouliot, Rajala; Tschantré, Cunti, Hügli; Riat, Fuchs, Schneider; Ulmer, Gustafsson, Jan Neuenschwander.

Bemerkungen: Ambri ohne Novotny, Rohrbach, Jelovac, Conz und Kostner (alle verletzt) und Hrachovina (überzähliger Ausländer), Biel ohne Brunner, Lüthi (verletzt) sowie Hiller (abwesend/geschont). – 17. Künzle verletzt ausgeschieden (Verdacht auf Hirnerschütterung). – Pfosten: 31. Sabolic, 51. Salmela. – 58. Timeout Biel, ab 57:31 ohne Torhüter.

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