Luzerner Sieg nach harzigem Spiel

Xamax verliert verdient 0:1 in Luzern und bleibt damit am Tabellenende. Servette und Lugano trennen sich 0:0.

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Luzern gegen Xamax war ein Spiel zweier sehr verunsicherter Mannschaften. Das Kellerduell wurde in den ersten 45 Minuten vor allem von Ballverlusten geprägt. Ein solcher war auch der Auslöser für die erste Luzerner Torchance: Margiotta verzog aus aussichtsreicher Position aber doch deutlich (6.). Die Xamaxiens konzentrierten sich mehrheitlich auf die Defensive und überliessen das Spieldiktat der Heimmannschaft, welche sich jedoch schwer tat, zu Abschlussmöglichkeiten zu kommen. Immer wieder war ein Bein eines Xamaxiens dazwischen. Oder eine Hand, wie in der 36. Minute nach einem Torschuss Ndiayes. Das Vergehen im Strafraum blieb allerdings nach kurzer Rücksprache des Schiedsrichters mit dem VAR ungeahndet.

Erlösung durch Eleke

Die zweite Halbzeit hatte deutlich mehr zu bieten. Das lag vor allem an der Mannschaft von Trainer Thomas Häberli, welche nun auch ihre Angriffe zu Ende spielen konnte. Wie in der 69. Minute, als Schürpf über links Gomes schwindlig spielte und Xamax-Goalie Walthert die Hereingabe direkt in die Füsse von Eleke abwehrte. Dieser konnte zum 1:0 einschieben. Das Schlusslicht der Super League versuchte in der Folge zwar noch die Niederlage abzuwenden und kam durch Karlen zehn Minuten vor Schlusspfiff auch beinahe zum Ausgleichstreffer. Das Aufbäumen kam aber zu spät. Nach sechs sieglosen Spielen gewinnen die Luzerner drei wichtige Punkte und rücken auf den sechsten Tabellenplatz vor.

Lugano scheitert an seiner Chancenverwertung

Sowohl für Servette als auch Lugano war die Partie richtungsweisend. Ging es für den Aufsteiger darum, sich mit einem Sieg nach vorne zu orientieren, wollten die Gäste den Abstand zum Tabellenende vergrössern. So war es Lugano, das in der ersten Hälfte vor 4200 Zuschauern mehr Druck auf das Tor der Gastgeber entwickelte. Servette konnte sich bei Jérémy Frick bedanken. Der Genfer Goalie lenkte in der 30. Minute einen Kopfball Sabbatinis über die Latte und entschärfte wenig später einen Fallrückzieher Kecskes bravourös. Auch in der zweiten Hälfte war Frick eine Bank. Mit elf Paraden rettete er das Unentschieden, das keinem der beiden Teams wirklich weiterhilft.

Luzern - Neuchâtel Xamax 1:0 (0:0)
7294 Zuschauer. - SR Jaccottet.
Tor: 69. Eleke 1:0.
Luzern: Müller; Kakabadse, Knezevic, Lucas, Sidler; Voca (85. Cirkovic), Schulz; Demhasaj (57. Eleke), Ndiaye, Schürpf; Margiotta (92. Males).
Neuchâtel Xamax: Walthert; Neitzke, Oss, Xhemajli; Gomes (82. Seydoux), Ramizi, Doudin, Kamber; Haile-Selassie (77. Mulaj), Nuzzolo, Seferi (70. Karlen).
Bemerkungen: Luzern ohne Arnold, Grether und Ndenge (alle verletzt), Xamax ohne Djuric (gesperrt), Di Nardo, Dugourd, Mveng und Farine (alle verletzt).
Verwarnungen: 12. Ramizi (Foul). 28. Voca (Foul). 34. Doudin (Foul). 71. Margiotta (Foul). 77. Kamber (Foul). 92. Knezevic (Foul).

Servette - Lugano 0:0
4212 Zuschauer. - SR Hänni.
Servette: Frick; Rouiller, Routis, Sasso, Gonçalves; Stevanovic, Wüthrich (62. Imeri), Cespedes (80. Souici), Ondoua; Schalk, Kyei (59. Koné).
Lugano: Baumann; Yao, Maric, Kecskes, Lavanchy, Obexer (52. Aratore); Custodio (71. Lovric), Sabbatini, Vecsei; Holender, Carlinhos (37. Dalmonte).
Bemerkungen: Servette ohne Sauthier, Busset, Cognat, Iapichino (alle verletzt), Lang und Chagas (beide nicht im Aufgebot), Lugano ohne Daprelà, Bottani, Covilo, Crnigoj, Rodriguez, Macek und Sulmoni (alle verletzt). 56. Kopfball an die Latte von Rouiller.
Verwarnungen: 28. Wüthrich (Foul). 85. Lavanchy (Reklamieren).

kvo/erh

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