FC Basel gewinnt mühelos gegen Luzern

Mit einer souveränen Vorstellung und 3:0 Toren gewinnt der FC Basel gegen den FC Luzern. Die Basler übernehmen somit wieder die alleinige Tabellenführung.

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Mit dem Schwung aus den letzten positiven Resultaten wollte der FCL in Basel auftreten, für den Leader eine «grössere Aufgabe» sein, als der FC Zürich letzten Mittwoch, den die Basler mit 4:0 abfertigten. «Wir sind in einem Steigerungslauf drin, sind im September besser geworden und im Oktober wollen wir noch besser sein», sagte FCL-Trainer Thomas Häberli vor dem Spiel in Basel.

Lange Zeit schien sein Vorhaben aufzugehen. Auch, weil Ref Lionel Tschudi einen Treffer von Kevin Bua (9.) zu Recht wegen einer Abseitsposition aberkannte. Danach standen die Zentralschweizer kompakt, machten dem Gastgeber das Leben schwer und erspielten sich auf schnelle Konter die eine oder andere Chance. Dann aber machte Otar Kakabadze den Plan des Trainers zunichte. Nach einem schlimmen Ballverlust des Georgiers erbte Bua. Seinen Schuss parierte Goalie Müller im Stil eines Handballgoalies, aber beim Nachschuss gegen Cabral (28.) war der FCL-Keeper machtlos.


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Da kam aber noch mehr vom Brasilianer. In der 58. Minute reagierte Cabral nach einem Missverständnis zwischen Müller und Knezevic blitzschnell und spedierte den Ball mit dem Absatz zum 2:0 ins Tor. Der FCB hatte sich zwar in der zweiten Halbzeit auf Kontrolle des Spiels verlegt, kam aber fast noch zum dritten Treffer – hätte die Super League nicht seit dieser Saison den VAR. Schulz (65.) foulte Stocker im Strafraum. Tschudi zeigte bereits auf den Punkt, als sich Alain Bieri aus Volketswil meldete. Tschudi sah sich die Szene am Spielfeldrand noch einmal an und gab den Elfmeter nicht. Der Aktion ging ein Foul von Bua an Ndiaye voraus. Der Basler sah Gelb. Welche Ironie, denn gegen den FCZ sorgte eine ähnliche Szene mit Bua in der Hauptrolle für Diskussionsstoff im St.-Jakob-Park.

Joker Eleke stach nicht

Der Leader der Super League liess sich danach das Spiel nicht mehr aus der Hand nehmen. Sie gestanden dem Gast noch den einen oder anderen Corner (insgesamt 12) zu, aber das Manko des Toreschiessens konnte auch Joker und Glücksbringer Eleke diesmal nicht beheben. Gegen Xamax war er noch der Matchwinner. In Basel reichte es nicht mehr zu einem Treffer. Im Gegenteil: Kemal Ademi (91.) erhöhte in der Nachspielzeit noch auf 3:0. Der FCL konnte über weite Strecken gut mithalten, aber der FCB spielte die nächsten drei Punkte souverän und auch verdient ein. Die Basler schlossen damit das erste Quartal mit 22 Punkten ab. Das ist nach 2016/17 (27 Punkte) und 2015/16 (24) das drittbeste Ergebnis seit der Saison 2009/10. Starke statistische Werte für den FCB nach einem chaotischen Sommer.

Xamax feiert ersten Saisonsieg

Mit einem 1:0-Auswärtssieg im Kellerduell in Lugano feierte Neuchâtel Xamax den ersten Saisonsieg. Lugano, das seit der 1. Runde und dem Sieg gegen den FC Zürich auf einen Vollerfolg wartet, verpasste den Befreiungsschlag. Für Trainer Fabio Celestini dürfte die Luft nach dem 8. sieglosen Spiel in Folge langsam dünn werden, zumal Lugano-Präsident Angelo Renzetti nicht unbedingt für seine Geduld bekannt ist. Den goldenen Treffer zum verdienten Sieg erzielte Gaetan Karlen in der 27. Minute. Dank den drei Punkten ist Xamax nicht mehr Tabellenletzter.

Basel - Luzern 3:0 (1:0)
23'768 Zuschauer. - SR Tschudi.
Tore: 28. Cabral (Bua) 1:0. 58. Cabral (Riveros) 2:0. 91. Ademi (Stocker) 3:0.
Basel: Omlin; Widmer, Cömert, Alderete, Riveros; Frei, Xhaka; Stocker, Zuffi (77. Kuzmanovic), Bua (83. Okafor); Cabral (87. Ademi).
Luzern: Müller; Kakabadse, Knezevic, Lucas, Sidler; Schürpf, Schulz, Voca, Matos (46. Males); Ndiaye (85. Demhasaj); Margiotta (46. Eleke).
Bemerkungen: Basel ohne Van Wolfswinkel (verletzt) und Petretta (nicht im Aufgebot), Luzern ohne Ndenge, Schwegler, Grether und Arnold (alle verletzt). 34. Müller lenkt Schuss von Bua an den Pfosten.
Verwarnungen: 67. Bua (Foul). 70. Widmer (Foul).

Lugano - Neuchâtel Xamax 0:1 (0:1) 2808 Zuschauer. - SR Fähndrich.
Tor: 27. Karlen (Nuzzolo) 0:1.
Lugano: Baumann; Yao, Maric, Kecskes; Lavanchy (71. Crnigoj), Vecsei, Sabbatini, Custodio (65. Gerndt), Aratore (53. Holender); Dalmonte, Carlinhos.
Neuchâtel Xamax: Walthert; Neitzke, Oss, Xhemajli; Seydoux, Ramizi (89. Doudin), Corbaz, Kamber; Haile-Selassie (61. Seferi), Karlen (76. Mulaj); Nuzzolo.
Bemerkungen: Lugano ohne Bottani, Sulmoni, Covilo und Daprelà (alle verletzt). Neuchâtel Xamax ohne Farine, Dugourd, Mveng und Di Nardo (alle verletzt).
Verwarnungen: 8. Xhemajli (Foul), 18. Oss (Foul), 80. Neitzke (Foul).

Rangliste: 1. Basel 22. 2. Young Boys 19. 3. St. Gallen 16. 4. Sion 16. 5. Zürich 11. 6. Servette 10. 7. Luzern 9. 8. Neuchâtel Xamax FCS 7. 9. Lugano 6. 10. Thun 6.

ete, rom

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