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Jugendsender Joiz wird in der Schweiz geschlossen

Der Schweizer TV-Sender Joiz wird in der Schweiz nicht mehr weitergeführt. Betroffen sind 75 Mitarbeiter.

Wird es bald nicht mehr geben: Die Büro-Räumlichkeiten des Senders Joiz in Zürich. (Archivbild)
Wird es bald nicht mehr geben: Die Büro-Räumlichkeiten des Senders Joiz in Zürich. (Archivbild)
Christian Beutler, Keystone
Auch Mike Pelzer und Julian Thorner kündigten letztes Jahr: Hier Pelzer bei der Moderation der Sendung «Living Room». (Archivbild)
Auch Mike Pelzer und Julian Thorner kündigten letztes Jahr: Hier Pelzer bei der Moderation der Sendung «Living Room». (Archivbild)
Christian Beutler, Keystone
Von der Schliessung in der Schweiz sind gemäss den Angaben 75 Mitarbeitende betroffen, die sich 57 Vollzeitstellen teilen.
Von der Schliessung in der Schweiz sind gemäss den Angaben 75 Mitarbeitende betroffen, die sich 57 Vollzeitstellen teilen.
Christian Beutler, Keystone
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Aus für das Schweizer Jugendfernsehen Joiz. Der Verwaltungsrat hat wegen Überschuldung die Bilanzen der beiden Schweizer Firmen Joiz Schweiz AG und Joiz IP AG beim Konkursgericht Zürich deponiert. 75 Mitarbeitende sind von der Schliessung betroffen.

Der CEO und Mitgründer von Joiz, Alexander Mazzara, und das Management von Joiz IP suchten nach Lösungen, um den Betrieb und Verkauf der digitalen Plattform von Joiz Global weiterzuführen, teilte der Sender am Montagabend mit. Die Plattform wurde in den vergangenen Monaten erfolgreich nach Deutschland, den Niederlanden, Russland und die USA lizenziert.

Angebot eines neuen Mehrheitsaktionärs

Der deutsche Ableger des Jugendsenders wird weitergeführt. Für Joiz Germany liege das Angebot eines neuen Mehrheitsaktionärs vor, der den Sendebetrieb weiterführen wolle. Da der Deal noch nicht spruchreif ist, gibt Joiz noch nicht bekannt, von wem das Angebot stammt. Das deutsche Sendesignal soll neu auch in die Schweiz ausgestrahlt werden.

Von der Schliessung in der Schweiz sind gemäss den Angaben 75 Mitarbeitende betroffen, die sich 57 Vollzeitstellen teilen. Sie sind im TV-Sender Joiz Schweiz AG und in der Vermarktungsfirma von Joiz IP AG beschäftigt.

Für einige der Mitarbeitenden besteht die Hoffnung, dass sie anderweitig engagiert werden. Das Video-Team von Ringier Publishing sowie Blick WebTV hätten bereits Interesse angemeldet. Erste Gespräche über mögliche Verpflichtungen hätten schon stattgefunden.

Übernahmegespräche gescheitert

Der Entscheid, die Aktivität in der Schweiz einzustellen, fiel dem Verwaltungsrat schwer, wie es heisst. «Joiz stand an vorderster Front der interaktiven, multimedialen Kommunikation und hat mit den sehr engagierten Mitarbeitenden viele neue Produkte entwickelt», wird der Präsident des Gremiums, Gaudenz Trapp, in der Mitteilung zitiert.

Aber die neue Finanzierungsrunde, die für eine Weiterentwicklung des Unternehmens notwendig gewesen wäre, kam nicht zustande. «Gespräche mit Schweizer Medienhäusern über eine mögliche Übernahme von Joiz Schweiz waren nicht erfolgreich», so Trapp.

Entscheid obliegt dem Konkursgericht

Der Redaktionsbetrieb wird voraussichtlich in den kommenden Tagen eingestellt, wie Sprecher Jürg Wildberger auf Anfrage sagte. Dieser Entscheid wird aber dem vom Konkursgericht Zürich eingesetzten Konkursverwalter obliegen.

Joiz wurde 2011 in Zürich gegründet. Derzeit betreibt das Unternehmen in der Schweiz und in Deutschland zwei HD-Fernsehsender. Diese produzieren «interaktive, medienübergreifende Unterhaltungsprogramme für eine junge Generation», wie es in der Mitteilung heisst. Insbesondere kombinierte Joiz klassisches Fernsehen mit Online-Inhalten, etwa in den sozialen Medien.

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