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Weltmetropolen wollen Flussbäder nach Berner Vorbild

Sich im Fluss durch die eigene Stadt treiben lassen? Was in Bern eine Selbstverständlichkeit ist, wäre in den meisten ausländischen Städten undenkbar.

Sie tun es wann immer nur möglich. In der Mittagspause. Nach Feierabend. Am Wochenende. Manche sogar im tiefsten Winter. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit, so könnte man meinen, werfen sich die Bernerinnen und Berner in ihren Fluss. Um sich abzukühlen. Um zu entschleunigen. Oder einfach, um von A nach B zu gelangen.

Das Flussschwimmen, es ist in Bern Teil der Kultur, die Aare für viele Bewohner das grösste Kapital der Stadt. Selbst wenn von ein paar wenigen als massentauglich gewordener Hype verschmäht, ist es keinesfalls eine neuartige Modeerscheinung, sondern es hat eine lange Tradition. Bereits aus dem 14. Jahrhundert sind Badeunfälle in der Aare überliefert. Der Vorläufer des heutigen Marzilibads wurde 1782 gebaut, als erste öffentliche Flussbadeanstalt der Schweiz. Kurz: Seit je nutzen die Berner ihren Fluss zum Baden – etwas, das in den meisten Fliessgewässern ausländischer Städte undenkbar wäre. Doch warum eigentlich?

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