Zum Hauptinhalt springen

Windkraft legt wieder zu

In einem durchschnittlichen Jahr können heute in Europa rund 10 Prozent des Strombedarfs gedeckt werden. An der Spitze steht Dänemark, das knapp 40 Prozent des eigenen Stromverbrauchs durch Windstrom abdeckt. Die Schweiz hingegen hat sich nicht verbessert. 2014 wurden gemäss der Vereinigung zur Förderung der Windenergie Suisse Eole gut 100 Gigawattstunden Strom produziert. Das entspricht weniger als 0,2 Prozent des Gesamtstromverbrauchs. Europa hat jedoch trotz Zuwachs gegenüber Asien an Boden verloren. Am meisten zugelegt hat auch im letzten Jahr China. Mit über 23 000 Megawatt Leistung repräsentiert das Land rund 45 Prozent des Windenergiemarktes.

Der Zubau der Windkraft in Europa läuft jedoch nicht synchron mit dem Ausbau der Stromnetze. An windstarken Tagen ist deshalb derart viel Windenergie vorhanden, dass die Energiepreise geradezu purzeln. Deshalb braucht es Speicherkapazitäten. Anfang Februar haben zum Beispiel Deutschland und Norwegen einen Vertrag unterzeichnet für den Bau eines 623 Kilometer langen Gleichstrom-Seekabels zwischen den beiden Ländern. Gibt es zu viel Wind in Deutschland, fliesst überschüssiger Strom in die Pumpspeicherkraftwerke Norwegens; herrscht Flaute, profitiert Deutschland von der Energie der norwegischen Wasserkraft. Martin Läubli

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch