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Bildungsdirektion schafft KlarheitNun kommt die Maskentragpflicht in der Volksschule

Ab der 7. Klasse gilt nun in der Volksschule auch im Unterricht eine Maskentragpflicht. Das hat die kantonale Bildungsdirektion am Montag verfügt.

Künftig auch in allen Berner Schulzimmern ab der 7. Klasse das gewohnte Bild: Unterricht mit Schutzmaske.
Künftig auch in allen Berner Schulzimmern ab der 7. Klasse das gewohnte Bild: Unterricht mit Schutzmaske.
Foto: Madeleine Schoder

Die bernische Bildungs- und Kulturdirektion (BKD) reagiert auf das Chaos beim Maskentragen in den Klassenzimmern an der Volksschule. Am Montag hat sie verfügt, dass ab Dienstag alle Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse auch im Unterricht eine Maske tragen müssen. Wie BKD-Sprecher Martin Werder erklärt, fiel der Entscheid in Absprache mit dem Kantonsarztamt. Die BKD informierte die Schulen in einem entsprechenden Schreiben.

Die Maskentragpflicht gilt ab Dienstag auch für alle Erwachsenen an den Berner Schulen, ebenso in den Tagesschulen und Musikschulen – und zwar auf dem gesamten Gelände der Schulen wie auch im Unterricht. Kantonsarztamt und BKD empfehlen den Schulen darüber hinaus, auf Kontakt- und Ballsportarten im Sport zu verzichten. Die Verantwortung obliegt den Gemeinden. Diese müssen auch die erforderlichen Schutzmasken bezahlen.

Ende letzter Woche hatten Schulleitungen in der Stadt Bern oder die Gemeinde Köniz schon ein Eigenregie eine Maskentragpflicht im Unterricht erlassen. Nun hat die BKD dem Wirrwar im Schulzimmer ein Ende gesetzt. Am Mittwoch dürfte auch der Bundesrat einen ähnlichen Entscheid bekannt geben.

35 Kommentare
    Andreas Martin

    Je mehr Menschen und je beschränkter bzw. "geschlossener" gleichzeitig der Raum, desto höher ist das Ansteckungsrisiko. Ausser es sind moderne "Virenkiller-Lüftungsanlagen" in Betrieb, was in den wenigsten Schulzimmern, Clubs, Bars und anderen Örtlichkeiten, wo Menschenansammlungen länger beisammen sind, der Fall ist. Das Lüften mag, wo das überhaupt möglich ist, etwas Abhilfe verschaffen. Nur, ein Kippfenster zu öffnen ist halt nicht lüften. Im Unterschied zu diesen Orten ist man in mehr als halbleeren Stadien, wo Maskentrag- & Registrierungspflicht herrscht, geradezu sicher aufgehoben. Das gilt übrigens auch für die An- und Abfahrt, wo wegen der stark eingeschränkten Zuschauerzahlen Trams und Busse weitaus weniger stark besetzt sind, als wenn Schüler + Studenten am Morgen oder Abend den öV bevölkern. Fazit: Was Schliessungen + Verbote anbelangt wird nicht unbedingt risikobasiert entschieden, sondern nach politischer Vertretbarkeit.