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... 41 Jahren: Haare Krishna

Am 17. Oktober 1967 beginnt die Invasion der Hippies: Das Musical «Hair» wird in New York uraufgeführt. Das haarige Vergnügen ruft sogleich die Sittenpolizei auf den Plan.

Vernebelter Protest gegen Krieg, Autorität, Eltern: Neben allerlei Rauchwaren, atmeten die Blumenkinder im Musical «Hair» den Dunst der Zeit.
Vernebelter Protest gegen Krieg, Autorität, Eltern: Neben allerlei Rauchwaren, atmeten die Blumenkinder im Musical «Hair» den Dunst der Zeit.

Vietnam-Krieg, Drogenexzesse und multiple Sexpartner: Mit «Hair» wird in den späten Sechzigerjahren ein kritisches Stück Musiktheater in den Nerv der Zeit injiziert. Die Geschichte dreht sich um eine Hippie-Clique, die sich mit steigender Dramaturgie der gesellschaftlichen und politischen Verfehlungen des damaligen Amerika annimmt.

Bereits die erste Aufführung von «Hair» am 17. Oktober 1967 im Shakespeare Public Theatre in New York sorgt für Aufsehen: In einer Szene stürmen vermeintliche Polizisten die Bühne, um das zügellose Treiben auf der Bühne zu unterbinden. Das langhaarige Spektakel gibt zu Reden.

Ab April 1968 wird das Musical regelmässig am New Yorker Broadway aufgeführt. Auch hier werden umgehend Sittenapostel auf den Plan gerufen. Diesmal nicht wegen einer gespielten Polizei-Erstürmung, sondern wegen zuviel gezeigter nackter Haut.

«Hair» wurde am Broadway von 1968 bis 1972 nonstop aufgeführt und weltweit adaptiert. Es ist eines der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten. 1979 wurde das Stück von Miloš Forman («Einer flog über das Kuckucksnest») verfilmt.

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