Zum Hauptinhalt springen

Ein selbstbewusster Wirbelwind

Der 20-jährige Illnauer will Präsident der Juso Schweiz werden. Seine Konkurrenz schläft derweil nicht.

Heute wird in Bern ein junger Mann vor über 250 Jungsozialisten auf der Bühne stehen. Er wird sagen, dass die Mitgliederzahlen der Zürcher Juso während seiner Co-Präsidentschaft in die Höhe geschnellt sind. Er wird sagen, dass er die Rücktritte der SP-Schwergewichte Anita Thanei, Christine Goll und Andreas Gross fordert, um Platz für junge Kräfte zu schaffen. Und er wird über die «Bonzensteuer»-Initiative reden, mit welcher alle Zürcher, die mehr als zwei Millionen Franken Vermögen besitzen, stärker zur Kasse gebeten werden sollen. Das Publikum wird genau hinhören, denn es steht viel auf dem Spiel: Gesucht wird der neue Juso-Präsident.

Der junge Mann heisst Fabian Molina, ist 20-jährig und hat gerade die Matur gemacht. Sein Konkurrent David Roth sitzt im Luzerner Grossstadtrat, ist fünf Jahre älter und bringt mehr politische Erfahrung mit. Dennoch sagt der jetzige Präsident Cédric Wermuth: «Das Rennen ist offen, die Chancen der Kandidaten stehen fünfzig zu fünfzig.» Er attestiert Molina einen scharfen analytischen Verstand. Die 1:12-Initiative, mit der die Juso die Lohnspannweite in Unternehmen einschränken will, habe Molina im Kanton Zürich entscheidend mitgeprägt. Für Wermuth besonders wichtig: «Er bringt die Selbstsicherheit mit, die es für den Job braucht.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.