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Der Gentleman-Bond ist tot

Roger Moore prägte den James Bond wie wohl kaum ein anderer: Nun ist der Schauspieler im Alter von 89 Jahren in seiner Schweizer Wahlheimat gestorben.

Im Alter von 89 Jahren: Roger Moore starb an den Folgen einer Krebserkrankung. (Video: Tamedia/AFP)

Der britische Schauspieler und James-Bond-Darsteller Roger Moore ist im Alter von 89 Jahren in der Schweiz gestorben. Er starb an den Folgen einer Krebserkrankung, wie seine Kinder heute mitteilten. Moore verkörperte den britischen Geheimagenten James Bond sieben Mal.

Moore verkörperte den britischen Geheimagenten James Bond sieben Mal.
Moore verkörperte den britischen Geheimagenten James Bond sieben Mal.
Keystone
Moore während einer Bond-Drehpause (Bild von 1972).
Moore während einer Bond-Drehpause (Bild von 1972).
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Kampf gegen Krebs verloren: Roger Moore (1927-2017).
Kampf gegen Krebs verloren: Roger Moore (1927-2017).
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Nach einem «kurzen, aber mutigen Kampf» sei ihr «geliebter Vater» am Dienstag einer Krebserkrankung erlegen, schrieben Moores drei Kinder Deborah, Geoffrey und Christian in einem Statement auf Twitter. «Wir sind am Boden zerstört. Die Liebe, von der er in seinen letzten Tagen umgeben wurde, war so gross, dass man sie nicht in Worte fassen kann.»

Moore sei in seiner Wohngemeinde Crans-Montana schon mehrere Tage ärztlich behandelt worden, sagte sein Sprecher Jörg Romang der Deutschen Presse-Agentur. Romang befand sich am Todestag nach eigenen Angaben auf dem Weg ins Spital, um dort das weitere Vorgehen zu besprechen.

Moore, das Sex-Symbol

Siebenmal gab Moore in den 1970er und 1980er-Jahren den Super-Agenten und gleichzeitig das Sex-Symbol im Geheimdienst Ihrer Majestät – so lange und oft wie kein anderer Darsteller der offiziellen Filmreihe. 1985 drehte der Brite im Berninagebiet für «A View to a Kill» eine Verfolgungsszene im Schnee, mit einem Snowboard an den Füssen.

Auch in seinen zwölf Jahren als Bond ging Moore der Humor nie verloren – obwohl er seinen Vorgänger Sean Connery für den besseren in der Rolle hielt. Kritiker mutmassten sogar, Moore habe den eigentlich ernst gemeinten Romanstoff Ian Flemings zu sehr zum Klamauk verkommen lassen. Als Moore 58 war, gab er die Lizenz zum Töten zurück. «Das war der Tiefpunkt in meinen Leben», sagte er einmal dem «Guardian».

Moore und die Schweiz

Wie so viele Prominente aus aller Welt liess sich auch Roger Moore von mondänen, aber diskreten Schweizer Skiorten verzaubern. Der legendäre «James Bond»-Darsteller lebte von 1996 bis zu seinem Tod in Crans-Montana, zuvor hatte er ein Chalet in Gstaad besessen.

Dabei stammte der Polizistensohn aus einem Londoner Vorort aus einfachen Verhältnissen. Doch sein Ruhm als «James Bond»-Darsteller machte Sir Roger Moore zu einem Multimillionär, der sich nach seinem Rückzug aus dem Filmgeschäft vor allem für Kinder (UNICEF) und Tiere (Peta) einsetzte.

Als Wahlschweizer war Moore ein gerne gesehener Gast an schillernden Anlässen wie der Gala de Berne im Kursaal (2013) oder einer Flugzeugtaufe der Swiss (2012). Die SBB konnten den Briten bereits 1993 als Werbeträger gewinnen.

Trauer in Crans-Montana

Als Geheimagent «007» weilte der Mime schon früher in der Schweiz: 1985 wurde im Berninagebiet für «A View to a Kill» eine Verfolgungsszene im Schnee gedreht, Moore alias Bond schnallte sich damals ein Snowboard an die Füsse – legendär für eine Zeit, in der das Brett noch beinahe ein Kuriosum war.

Moores Wohngemeinde Crans-Montana trauerte um den den prominenten Einwohner. «Wir sind voller Emotionen und Trauer», sagte Gemeindepräsident Nicolas Féraud auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Mit Moore habe man einen «zugänglichen Gentleman» verloren.

Man habe den Briten regelmässig getroffen, aktuell habe die Gemeinde die Festivitäten zu seinem 90. Geburtstag, den er am 14. Oktober feiern sollte, vorbereitet.

«My Name is Bond, James Bond»: Die 40 besten Zitate. (Quelle: YouTube)

SDA/woz/nag

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