«Schlatter hat seinen Humor trotz der Attacke nicht verloren»

Der Komiker Beat Schlatter ist von einem geistig verwirrten Mann angegriffen und schwer am Kopf verletzt worden. Der Angreifer konnte verhaftet werden.

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Passanten meldeten am vergangenen Freitag kurz nach 12 Uhr mittags der Polizei, dass es beim Bahnhof Meilen eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern gegeben habe und einer von ihnen am Boden liege. Ein zweiter Beteiligter wurde durch Zeugen zurückgehalten. Sofort wurden Polizeipatrouillen und die Sanität aufgeboten.

Die Rettungssanitäter kümmerten sich um den verletzten «53-jährigen Schweizer aus Zürich» und mussten ihn mit schweren Kopfverletzungen ins Spital fahren. Erst am Montagmorgen vermeldete die Independent Theater Produktionen, dass es sich bei dem Verletzten um den bekannten Zürcher Komiker Beat Schlatter handelt. Der andere Beteiligte, ein 41-jähriger Italiener aus dem Bezirk Meilen, wurde für weitere Abklärungen verhaftet.

Ohne Vorwarnung angegriffen

«Beat Schlatter geht es den Umständen entsprechend gut», sagt ein Schauspielerkollege gegenüber thunertagblatt.ch/Newsnetz. Aber er habe bei dem Angriff schwere Verwundungen im Gesicht erlitten, die hätten genäht werden müssen. Wie lange es dauern werde, bis er sich von dem Angriff völlig erholt habe, sei ungewiss. «Innere Verletzungen hat er glücklicherweise nicht davongetragen, aber an einen Auftritt ist im kommenden Monat sicher nicht zu denken.»

Weshalb Schlatter in Meilen war, weiss sein Kollege nicht. «Er fährt gern Zug und geht gern spazieren. Und Meilen ist ja ein schöner Flecken am See. Wer konnte denn mit so was rechnen?»

Verfahren wegen Körperverletzung

Ausgeschlossen sei, dass der Angreifer den Komiker gekannt habe. Der offenbar psychisch kranke Mann habe Schlatter ohne Vorwarnung attackiert, zu Boden geworfen und auf ihn eingeprügelt. Der zuständige Staatsanwalt Michael Frank hat gegen den 41-jährigen Italiener ein Verfahren wegen schwerer Körperverletzung eröffnet, wie er am Montag der Nachrichtenagentur SDA sagte. Zudem habe er Untersuchungshaft beantragt. Angaben zu Hintergründen und Hergang der Tat machte er keine.

Schlatter selbst, der zuletzt einen Polizisten im Stück «Polizeiruf 117» und einen Pornosüchtigen im gleichnamigen Stück spielte, habe seinen Humor trotz der Attacke nicht verloren, wie sein Kollege sagt. «Wir hoffen nun alle, dass er sich gut von dem Vorfall erholen wird.»

thunertagblatt.ch/Newsnetz

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