Nasa schickt einen Guetsli-Backofen auf die ISS

Forscher wollen herausfinden, wie man im All backen kann.

Backen neu erfunden: Manche Zubereitungsmethoden funktionieren im All nicht. (Video: Tamedia)

Ein Guetsli-Backofen ist auf der ISS angekommen. Die Astronauten testen damit die Einwirkung von Hitze und Schwerelosigkeit auf Form und Konsistenz der Kekse. Was wie ein vorweihnachtlicher Scherz klingt, hat einen wissenschaftlichen Hintergrund: Bis heute kann im All nicht gebacken werden. Alles Essen, das auf der ISS zubereitet wird, ist aufgewärmt.

Das ist gerade für längere Missionen im All ein Problem, bei denen Lebensmittel selbst hergestellt werden müssen. Mit Raketen Material von der Erde ins All zu transportieren ist sehr teuer. Wenn Lebensmittel selber hergestellt und mit dem Backofen verarbeitet werden können, würde das viel Geld sparen.

Konduktion statt Konvektion

Warme Luft steigt – und das macht sich ein herkömmlicher Backofen zunutze. Wenn ein Ofen von unten beheizt wird, beginnt die Luft zu zirkulieren. Das funktioniert jedoch nicht ohne Schwerkraft. Dieser Mechanismus wird wird auch Konvektion genannt.

Im Weltall setzt man auf einen anderen Mechanismus namens Konduktion. Dabei wird die Luft von allen Seiten erhitzt, ohne dass sie zirkuliert, bis die Hitze den Backofen ausfüllt.

Bald schon ein Hotel im All?

Aber warum werden ausgerechnet Guetsli zuerst im All gebacken? Der Geldgeber des Experiments ist die Hotelkette Hilton Double Tree. Der Double Tree Cookie ist ein Markenzeichen des Unternehmens, und da der Gründer Conrad Hilton schon 1958 von einem Hotel im All träumte, sollen diese frischgebackenen Guetsli einen ersten Schritt in das ausserirdische Gastgewerbe markieren.

scs

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