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Tausende trauern um Opfer des Grazer Amokfahrers

12'000 Menschen haben im österreichischen Graz der Opfer der Amokfahrt gedacht. Drei Menschen kamen bei der Tat ums Leben, 36 wurden verletzt.

Trauermarsch: 12'000 Menschen haben in Graz den Opfern des Amokfahrers gedacht. (28. Juni 2015)
Trauermarsch: 12'000 Menschen haben in Graz den Opfern des Amokfahrers gedacht. (28. Juni 2015)
Erwin Scheriau, Keystone

Bei einem Trauerzug und einer Feier zeigten sich Politiker beeindruckt von der Solidarität, die die Stadt erfasst hat. 12'000 Menschen hatten am Sonntag daran teilgenommen und den Opfern der Amokfahrt vom 20. Juni gedacht.

«Der Mensch, die Krone der Schöpfung genannt, ist zu einem eindrucksvollen Ausmass an Nächstenliebe und Mitgefühl fähig, und auch zu unfassbaren Handlungen und Verbrechen», sagte Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer. Als er sich in das Kondolenzbuch eintrug, kämpfte er mit Tränen.

Gewaltandrohungen gegen seine Frau

Graz und ganz Österreich seien zusammengerückt, sagte Bundeskanzler Werner Faymann. «Lassen wir nicht zu, dass eine solch unfassbare Tat genutzt wird, um Hass und Zwietracht zu säen», mahnte er.

Damit spielte Faymann offenbar auf ein später gelöschtes Online-Posting von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache an. Darin hatte der rechte Politiker auf die ausländische Herkunft des Verdächtigen hingewiesen und einen möglichen religiösen Hintergrund der Tat in den Raum gestellt.

Der Trauerzug ging entlang der Strecke in der Innenstadt, auf der ein 26-Jähriger mit seinem Auto und einem Messer tötete und verletzte. Drei Menschen starben bei der Tat, 36 wurden verletzt. Der verwirrt wirkende Mann gab bei der Polizei an, dass er sich verfolgt gefühlt habe. In den Tagen vor der Amokfahrt war er von den Behörden wegen Gewaltandrohungen gegen seine Frau der gemeinsamen Wohnung verwiesen worden.

SDA/pat

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