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1500 britische Soldaten in Alarmbereitschaft

Unterspülte Gleise und eingebrochene Uferbefestigungen: Schwere Winterstürme machen dem Südwesten Englands zu schaffen. Besonders die Bauern und ihre Ernten trifft die Wetterlage hart.

Sie soll zu spät zum Einsatz gekommen sein: Die britische Armee beim Schleppen von Sandsäcken. (7. Februar 2014)
Sie soll zu spät zum Einsatz gekommen sein: Die britische Armee beim Schleppen von Sandsäcken. (7. Februar 2014)
Reuters
Einsatz als Katastrophenhelfer: Die britischen Prinzen William (links) und Harry. (14. Februar 2014)
Einsatz als Katastrophenhelfer: Die britischen Prinzen William (links) und Harry. (14. Februar 2014)
Paul Hackett, Reuters
Eine Welle prallt in Newhaven gegen einen Leuchtturm. (5. Februar 2014)
Eine Welle prallt in Newhaven gegen einen Leuchtturm. (5. Februar 2014)
Keystone
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Schwere Winterstürme haben heute Samstag erneut die Südküste Grossbritanniens und die Bretagne in Frankreich heimgesucht. Heftiger Wind, hoher Wellengang und andauernde Regenfälle verursachten neue Überschwemmungen, vor allem im Südwesten Englands in den Grafschaften Cornwall und Devon.

Für die englische Grafschaft Somerset hat die britische Umweltschutzbehörde eine so genannte ernste Wetterwarnung herausgegeben – dies bedeutet unter Umständen Lebensgefahr für die Bewohner. Viele Bauern brachten ihr Vieh in Sicherheit. Für Teile der Bretagne galt am Samstag ebenfalls die höchste Flut-Alarmstufe «rot». Fährverbindungen zu einigen Inseln mussten eingestellt werden.

Hunderte Haushalte ohne Strom

Nach Angaben der britischen Umweltschutzbehörde sind in der Krisenregion mehrere Hundert Haushalte ohne Strom. Zahlreiche Bewohner in überfluteten Gegenden flohen aus ihren Häusern.

Die Regierung hat 1500 Soldaten der Armee in Einsatzbereitschaft versetzt. Premierminister David Cameron hatte sich am Freitag persönlich ein Bild von der Lage in der Hochwasserregion gemacht.

Besonders die Bauern traf es hart: Im Südwesten Englandes sind Hunderte Hektaren Agrarland überflutet, die Ernten sind in Gefahr. Die Bahnverbindung zwischen der beliebten Ferienregion Cornwall und London ist unterbrochen, weil während der Woche die Gleise unterspült worden waren und weggebrochen sind. Uferbefestigungen, die Küstenorte vor den hochschlagenden Wellen des Atlantiks schützen sollen, brachen ein.

In der Bevölkerung machte sich Ärger über die als mangelhaft angesehene Reaktion der Behörden breit. «London hat uns im Stich gelassen», sagte der örtliche Parlamentsabgeordnete Ian Liddell-Grainger. Es gebe zu wenig Geld für Pumpstationen und Drainagen. Er forderte den Leiter der Umweltschutzbehörde, Lord Christopher Smith, zum Rücktritt auf.

SDA/fko

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