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Mindestens 29 Menschen sterben bei Sauna-Brand

In der südkoreanischen Stadt Jecheon ist in einem Sportzentrum ein Feuer ausgebrochen. Viele bemerkten die Flammen erst, als es zu spät war.

16 Saunagänger gestorben: Das brennende Sportzentrum in der südkoreanischen Stadt Jecheon. (21. Dezember 2017)
16 Saunagänger gestorben: Das brennende Sportzentrum in der südkoreanischen Stadt Jecheon. (21. Dezember 2017)
Yonhab, AFP
Neben16 Toten gab es 22 Verletzte.
Neben16 Toten gab es 22 Verletzte.
Yonhab, AFP
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Bei einem Brand in einem Gebäude mit einem Fitnesszentrum in Südkorea sind am Donnerstag mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen, 26 weitere wurden verletzt. Allein 20 Leichen wurden nach Angaben der Feuerwehr in einer öffentlichen Sauna entdeckt.

Die Opferzahl könnte weiter ansteigen. Viele Menschen bekamen offenbar zunächst nichts von dem Brand mit – als sie es bemerkten, war es schon zu spät.

Auf Terrasse auf Rettung gewartet

In dem Gebäude in der Stadt Jecheon befinden sich ein Sportzentrum und ein öffentliches Schwimmbad mit Sauna. Das Feuer brach vermutlich auf einem Parkplatz im ersten Stock aus und breitete sich rasch auf das gesamte Gebäude aus.

Fernsehbilder zeigten lodernde Flammen und dichte schwarze Rauchwolken. Menschen waren zu sehen, die auf einer Terrasse auf Rettung warteten. Einige Menschen sprangen auf Luftkissen, die die Feuerwehr am Boden ausgelegt hatte.

Weitere Opfer befürchtet

Dutzende Löschfahrzeuge und mehr als hundert Feuerwehrleute waren im Einsatz. Der Brand konnte weitgehend gelöscht werden. Doch die Feuerwehr rechnete damit, in dem Gebäude weitere Opfer zu finden. «Das Feuer hat so viel giftigen Rauch produziert, dass viele Menschen nicht in der Lage waren, sich in Sicherheit zu bringen», sagte ein Sprecher. Feuerwehrleute durchkämmten das Gebäude auf der Suche nach möglichen weiteren Opfern.

Jecheon liegt im Zentrum Südkoreas, 120 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Seoul. Südkoreas Präsident Moon Jae In drückte sein Mitgefühl aus und forderte die Behörden zu grössten Anstrengungen bei dem Such- und Rettungseinsatz auf.

Veranstaltung abgesagt

Wegen des Grossbrandes wurde eine Veranstaltung im Zusammenhang mit den bevorstehenden Olympischen Winterspielen in Pyeongchang abgesagt: Eigentlich sollte am Freitag in Jecheon die Olympische Flamme übergeben werden. «Wir haben uns entschieden, die Veranstaltung wegen der Trauer um die Opfer abzusagen», sagte ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Es ist der folgenschwerste Brand in Südkorea seit einem Feuer in einer Lagerhalle in der Stadt Icheon, bei dem im Jahr 2008 40 Arbeiter ums Leben kamen.

AFP/chi

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